Osnabrück: Bronzeplastik-Taube UN-Friedenstaube in der Stüveschule gelandet

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<em>Die Schüler freuen sich </em>über eine Bronzeplastik der UN-Friedenstaube. Foto: Uwe LewandowskiDie Schüler freuen sich über eine Bronzeplastik der UN-Friedenstaube. Foto: Uwe Lewandowski

Osnabrück. Beim morgendlichen „Ohrenschmaus“ an der Stüveschule gab es in dieser Woche einen besonderen Gast. Die UN-Friedenstaube als Bronzeplastik wurde im Rahmen der musikalischen Einstimmung auf den Schultag feierlich willkommen geheißen. Das weitgereiste Friedenssymbol, das der Landshuter Künstler Richard Hillinger gestaltet hat, macht einige Wochen Station an der Grundschule im Schinkel. Jede Klasse wird im Rahmen des Besuchs ein eigenes Friedensprojekt gestalten.

Schulleiter Martin Igelmann war besonders stolz darauf, dass das „Lied der Stüveschule“ in einer umgedichteten Friedenstauben-Fassung demnächst mit der Taube auf Reisen gehen wird: „Als wir dem Künstler Richard Hillinger diesen Vorschlag machten, waren wir verwundert, dass daran vorher noch niemand gedacht hat.“ Gleich zweifach sangen die Kinder der Stüveschule der Taube ihr neues Erkennungslied vor, in dem es heißt „Die Taube findet ihren Weg, sicher kommt sie bald nach Haus, sucht hier Liebe, Frieden, Glück, Sehnsucht bringt sie uns zurück“. Dann wollten alle einmal die Friedenstaube mit dem Ölzweig im Schnabel streicheln.

„Für uns Erwachsene ist sofort klar, dass die Taube ein Friedenssymbol ist, aber Kinder denken nicht sofort daran“, sagte Igelmann. Deshalb sei das Lied eine gute Möglichkeit, Kindern zu erklären was Krieg und Frieden bedeuten und wie wichtig ein respektvolles Miteinander ist. „Wir erwarten nicht, dass sich jetzt auf einmal alle Schulkinder miteinander vertragen werden, aber wir arbeiten daran“, lachte Igelmann.

Die insgesamt 30 Tauben-Plastiken sind seit 2008 im Auftrag des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog in aller Welt als Friedensbotschafter unterwegs. Einige der Länder, in denen sie zu Gast waren, stellte Igelmann in einem kurzen Vortrag vor. Immer wenn er dabei ein Land erwähnte, aus dem einige der Grundschüler ursprünglich stammten, gab es Jubelrufe aus der einen oder anderen Ecke. Besonders als verschleierte Frauen in Ägypten mit der Friedenstaube in den Händen gezeigt wurden, gab es viel Getuschel. „Viele waren im Sommer in Ägypten zu Besuch. Und die Kinder bekommen natürlich auch mit, wie ihre Eltern sich Sorgen um Freunde und Verwandte im Land machen“, meinte Igelmann.Ein erstes konkretes Friedensprojekt anlässlich des Besuchs der Taube an der Stüveschule haben die beiden Sozialarbeiter Britta Szypulski und Sebastian Voss bereits erarbeitet. Zukünftig sollen Viertklässler mit gelben Warnwesten in den Pausen einen „Wohlfühldienst“ leisten und anderen Kindern bei Problemen wie aufgeschürften Knien oder Streitigkeiten helfen. „Genau wie die Konfliktlotsen, die speziell für Streitsituationen geschult werden, sind auch die Schüler aus dem ‚Wohlfühldienst‘ sehr stolz auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe,“ sagte Szypulski. Einige hätten nur gern noch mehr zu tun, denn so oft gebe es glücklicherweise gar keinen Streit.


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