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Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben Teneriffa zeigt Interesse am Transrapid

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Delegation aus Teneriffa beim Transrapid. Foto: SchulteDelegation aus Teneriffa beim Transrapid. Foto: Schulte

Osnabrück. Der Inselpräsident von Teneriffa hat einem deutschen Industriekonsortium den Auftrag gegeben, eine Machbarkeitsstudie für ein Magnetbahnsystem auf der kanarischen Insel zu erstellen. Das liegt unserer Zeitung aus Regierungskreisen vor. Demzufolge wurde der Auftrag dem Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba (CDU), bestätigt. Bislang handele es sich um einen mündlichen Auftrag. Die schriftliche Zusage solle erfolgen, nachdem technische und vertragliche Bedingungen geklärt seien. Die Studie soll bis März 2011 vorliegen.

Welche deutschen Unternehmen die Studie erstellen, ist nicht bekannt. Sie solle zwei Strecken umfassen. Die Südstrecke beträfe eine etwa 80 Kilometer lange Verbindung zwischen Santa Cruz und Las Americas, die Nordstrecke verliefe über die gleiche Distanz von Santa Cruz nach Los Realejos. Die Machbarkeitsanalyse solle aufzeigen, ob der Transrapid in dem teils topografisch anspruchsvollen Gelände Teneriffas gegenüber einer auf Schienen fahrenden Eisenbahn Vorteile hat.

Die möglichen Folgen einer Realisierung der Strecken auf Teneriffa für die Transrapid-Versuchsanlage Emsland (TVE) in Lathen sind unklar. Fest steht, dass Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) die Strecke erhalten will. Dies machte er unter anderem bei einem Besuch der TVE im April dieses Jahres deutlich. Das im Emsland bestehende Wissen über die Magnetschwebebahn soll nach dem bisherigen Scheitern von Transrapid-Strecken in Deutschland ein Kompetenzzentrum für etwaige Strecken im Ausland werden. Die beiden wichtigsten Hersteller des Transrapids sind Thyssen Krupp und Siemens.


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