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Messwerte für 2011 Osnabrücker Luft besser, aber noch immer zu hoch mit Stickstoffdioxid verpestet

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Verbrennungsmotoren haben den größten Anteil an der Luftverpestung mit Stickstoffdioxid. Symbolfoto: dpaVerbrennungsmotoren haben den größten Anteil an der Luftverpestung mit Stickstoffdioxid. Symbolfoto: dpa

jan Osnabrück. Die Luft in der Osnabrücker Innenstadt hat sich 2011 verbessert. Allerdings lag im Jahresmittel die Stickstoffdioxidkonzentration noch immer deutlich über dem europaweit gültigen Grenzwert. Das geht aus den Messdaten des städtischen Fachdienstes Umweltplanung hervor.

An der Verkehrsstation am Schlosswall betrug der gleitende Mittelwert für das Kalenderjahr 2011 49 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft (µg/m3). 2006 wurden im Durchschnitt 61 µg/m3, 2008 (vor Verabschiedung des Luftreinhalteplans) 54 µg/m3 registriert. Der aktuelle Grenzwert liegt bei 40 µg/m3. Bei erhöhter Konzentration und dauerhaftem Einatmen wirkt Stickstoffdioxid schädlich auf die Atemwege, kann insbesondere bei empfindlichen Menschen chronische Bronchitis und Asthma auslösen.

Zu 85 bis 90 Prozent entsteht Stickstoffdioxid durch Verbrennungsmotoren im Straßenverkehr. Die langsame aber kontinuierliche Verbesserung der Luftqualität in den vergangenen fünf Jahren führt der städtische Fachdienst Umweltplanung auf die zunehmend neuere Fahrzeugtechnik und die Einführung der Umweltzone zurück.

An der Messstation Ziegenbrink ist die Luftqualität deutlich besser. Der gleitende Jahresmittelwert betrug hier 2011 lediglich 19 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft und lag damit klar unter dem Grenzwert.

Entspannt hat sich die Situation beim Feinstaub. Am Schlosswall wurden im vergangenen Jahr 24 Überschreitungstage (Konzentration höher als 40 µg/m3) verzeichnet. Der Grenzwert liegt bei 35 Tagen. Überschreitungstage gibt es fast nur noch während der Heizperiode im Winter bei ungünstiger Wetterlage. 2006 waren 57 Überschreitungstage registriert worden.


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