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Trauer um Michael Bommes

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Michael Bommes Foto: UniMichael Bommes Foto: Uni

Osnabrück. Am 26. Dezember 2010 ist Prof. Michael Bommes nach schwerer Krankheit gestorben. Er war seit 2003 Professor für Soziologie und interdisziplinäre Migrationsforschung der Universität Osnabrück. Über zwei Jahrzehnte prägte er das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität, das er von 2005 bis 2009 leitete.

Bommes (Jahrgang 1954) studierte Soziologie, Philosophie und Sprachwissenschaften in Marburg, Birmingham/Großbritannien und Osnabrück. 1990 promovierte er hier über „Migration und Sprachverhalten“ und war an den Universitäten Bielefeld, Karlsruhe und Osnabrück tätig. Bommes habilitierte sich 1998 in Osnabrück zu „Migration und nationaler Wohlfahrtsstaat. Ein differenzierungs-theoretischer Entwurf“.

Bommes war im Vorstand der Sektion „Migration und ethnische Minderheiten“ der „Deutschen Gesellschaft für Soziologie“, saß dem „Rat für Migration“ vor, war Mitglied im „Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration“ und weiteren Gremien.

Laut einer Mitteilung der Universität verstand er es, Forschungsfragen der Soziologie mit einer interdisziplinären Forschungsperspektive zu verknüpfen und den so gewonnenen Einsichten in der Politikberatung Geltung zu verschaffen. Es sei ihm gelungen, Studierende für die Soziologie und eine durch sie inspirierte Migrationsforschung zu begeistern.


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