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Großbaustelle bis Ende 2017 Tiefbauarbeiten im Osnabrücker Stadtteil Nahne trotz Frost im Zeitplan

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Osnabrück. Trotz des Wintereinbruchs im Frühling sind die Tiefbauarbeiten rund um die Ansgarstraße in Nahne im Zeitplan. „Der Frost ändert nichts an den geplanten Terminen zur Fertigstellung des ersten Abschnitts: bis Ende Mai schließen wir den Bereich der Ansgarstraße bis Potthoffweg ab, bis Oktober den gesamten Bereich einschließlich Nahner Kirchplatz“, konstatiert der Fachdienstleiter Straßenbau, Jürgen Schmidt, bei einer Begehung ein Jahr nach dem offiziellen Startschuss für die insgesamt fünfjährigen Bauarbeiten. Schmidt erklärt das Erfolgsgeheimnis: „Wir haben eine ausreichende Schlechtwetter-Ausfallzeit eingeplant.“

Stadtbaurat Wolfgang Griesert hatte das gemeinsame Projekt der Stadt und der Stadtwerke im März 2012 als „eines der größten und umfangreichsten Infrastrukturprojekte der vergangenen Jahre“ bezeichnet. Die östliche Ansgarstraße (bis Potthoffweg) und der Nahner Kirchplatz gehören zum ersten von fünf Bauabschnitten der Tiefbauarbeiten. Die sechs Millionen Euro teuren Bauarbeiten ziehen sich noch bis Ende 2017. Mehr als 50 Jahre alte marode Abwasserkanäle haben die Grundsanierung erforderlich gemacht. „Früher ist bei Starkregen Wasser aus den Gullydeckeln hochgekommen. Jetzt wird der Regenwasserkanal von 80 Zentimetern auf 1,20 Meter ausgebaut“, erläutert die Bauleiterin für den Kanalbau, Daniela Fiege. Neben dem Leitungsnetz für Wasser, Strom, Gas und Telekommunikation werde auch der Straßenbelag erneuert.

Obwohl die Anwohner Verständnis für die notwendigen Arbeiten zeigen, zehrt die Großbaustelle an ihren Nerven. Eine Frau, die direkt hinter der Bushaltestelle Nahne wohnt, bezeichnet den Zustand der Ansgarstraße seit Weihnachten als „Manöverfeldlandschaft“, doch seit März habe sich die Situation schon verbessert. „Das liegt daran, dass wir die Frostschutzschicht bis zum Potthoffweg aufgetragen haben. Jetzt stellen wir den Bordstein fertig, im Mai asphaltieren und pflastern wir, sodass die Ansgarstraße von der Iburger Straße bis zum Nahner Kirchplatz ab Juni wieder befahrbar ist“, erklärt Planer Schmidt.

Der Leiter Netzservice der Stadtwerke, Matthias Hackmann ergänzt: „Somit kann ab Anfang Juni auch wieder die Haltestelle ,Nahne‘ (Linien 21 und 52) bedient werden.“ Die Bushaltestelle wird um etwa 20 Meter Richtung Iburger Straße verlegt. Sie befindet sich ab Mitte April direkt vor dem Schulhof der Franz-Hecker-Grundschule. „Zur Sicherheit der Schüler“, betont Hackmann. „Vorher mussten sie etwa 20 Meter laufen, jetzt haben sie einen Direktzugang zur Schule.“ Außerdem hätten die Stadtwerke für die Schulkinder die Wartefläche an der Bushaltestelle vergrößert und sie behindertengerecht umgebaut.

Während die 200 Meter von der Iburger Straße bis zur Franz-Hecker-Schule bereits fertig asphaltiert sind, blickt die Bauleiterin der Stadt, Monika Kruse, voraus: „Der nächste Abschnitt wird im Juli ausgeschrieben, damit wir im September weiterbauen können.“ Dann werden bis Ende 2014 der westliche Teil der Ansgarstraße, der Potthoffweg und die Straßen Unterm Berge und Wirwin-Esch fertiggestellt. Danach folgt von Mitte 2014 bis Mitte 2016 die Straße Wiesental und von Ende 2015 bis Ende Mitte 2017 der östliche Paradiesweg. Der letzte Abschnitt betrifft von Ende 2016 bis Ende 2017 den westlichen Paradiesweg und den Sonnenwinkel.

Auch wenn der Großteil der Bauarbeiten das Nahner Zentrum um St. Ansgar unterwandert, wird die Großbaumaßnahme Nahne attraktiver machen. Denn insgesamt werden drei Kilometer Straße erneuert. Neue Bordsteinverläufe machen den Verkehr zudem sicherer. Der Straßenbauleiter Schmidt verspricht: „Die Anwohner können sich auf breitere Gehwege und eine verbesserte Fahrbahn freuen.“

Weitere Details zur Großbaustelle werden am Mittwoch. 3. April, im Bürgerforum Nahne im Pfarr- und Jugendheim St. Ansgar am Nahner Kirchplatz 2 erläutert. Die Sitzung beginnt um 19.30 Uhr und endet spätestens um 22 Uhr.


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