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Überblick – kostenfreier Artikel Coronavirus in Osnabrück: Infizierte, Maßnahmen, Lockerungen

Von noz.de

Das Coronavirus hat sich auch in der Region Osnabrück rasant ausgebreitet, jetzt entspannt sich die Situation wieder.Das Coronavirus hat sich auch in der Region Osnabrück rasant ausgebreitet, jetzt entspannt sich die Situation wieder.
imago images/Christian Ohde

Osnabrück. Das Coronavirus in der Region Osnabrück: Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu Infizierten, Maßnahmen und Lockerungen in Stadt und Landkreis Osnabrück im Überblick.

Infizierte und Quarantänefälle: Insgesamt gibt es bisher 1698 bestätigte Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Osnabrück. 1490 Personen gelten als genesen. Aktuell sind 131 Menschen offiziell infiziert. 239 Menschen befinden sich aktuell in angeordneter Quarantäne. Seit dem Ausbruch der Pandemie hatte der Gesundheitsdienst bislang für insgesamt 4048 Menschen die häusliche Quarantäne angeordnet. Für viele Menschen gilt sie aber nicht mehr – daher die Differenz.

Tote: Bislang sind in unserer Region 77 Menschen gestorben, die mit dem Coronavirus infiziert gewesen waren. Ein 75-jähriger Mann starb am 26. März in einer Klinik im Landkreis. Er war vorerkrankt gewesen und auf der Intensivstation behandelt worden. In der Stadt Osnabrück hat es am Sonntag, 29. März, den ersten Todesfall gegeben. Der Patient war nach Angaben des Landkreises 63 Jahre alt und hatte Vorerkrankungen. Nach Angaben des Landkreises waren die Verstorbenen – Stand Donnerstag, 16. April – im Schnitt 77,8 Jahre alt. Sechs der zu diesem Zeitpunkt 37 Verstorbenen waren jünger als 65 Jahre, die jüngste Person war Mitte 50. Aus dem von einem massiven Corona-Ausbruch in Bramsche betroffenen Pflegeheim wurden weitere Verstorbene gemeldet, sodass die Gesamtzahl der Todesopfer für dieses Heim auf 22 gestiegen ist (Stand 27. April).

Öffentliches Leben: Nachdem Bund und Länder Mitte März das öffentliche Leben in Deutschland wegen des Coronavirus mit zahlreichen Maßnahmen weitestgehend stillgelegt hatten, nimmt es durch zahlreiche Lockerungen inzwischen wieder Fahrt auf. Seit dem 11. Mai ist das Kontaktverbot in Niedersachsen etwas gelockert. Mitglieder aus einem Hausstand dürfen sich seitdem mit denen eines anderen Hausstands treffen, auch im öffentlichen Raum. Eine Personen-Obergrenze ist dabei nicht festgelegt worden. Bereits am 20. April hat der Einzelhandel in Teilen wieder geöffnet, seit dem 11. Mai dürfen sämtliche Geschäfte egal welcher Größe unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln wieder öffnen. Dazu gehören auch Friseure, Nagel- und Kosmetikstudios. Tattoo-Studios müssen noch geschlossen bleiben. Restaurants, Cafés und Biergärten sind ebenfalls seit dem 11. Mai unter strengen Auflagen wieder offen. Unter anderem dürfen nur 50 Prozent der Sitzplätze belegt werden. Die Hotels sollen am 25. Mai folgen, ebenfalls mit maximaler 50-Prozent-Auslastung. Verschiedene Freizeiteinrichtungen, Spielplätze und unter anderem auch der Zoo können unter Beachtung des Mindestabstands inzwischen wieder besucht werden. Gottesdienste sind ebenfalls wieder erlaubt. Auch Urlaub ist in Teilen wieder möglich. Vergnügungsstätten wie Kinos und Diskotheken sowie auch Kneipen müssen weiterhin geschlossen bleiben.

Maskenpflicht: Seit dem 25. April sind die Menschen in Osnabrück in bestimmten Bereichen zum Tragen einer Mund- und Nasenschutz-Maske verpflichtet. Dazu gehören alle städtischen Einrichtungen, der öffentliche Personennahverkehr, Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann, geöffnete Geschäfte in der Innenstadt und Wochenmärkte. Dieser Beschluss wurde auf der Ratssitzung in der Osnabrückhalle am 21. April verkündet. In Niedersachsen gilt seit dem 27. April landesweit eine Maskenpflicht. Seitdem ist das Tragen einer Maske im Nahverkehr und im Einzelhandel Pflicht.

Testzentrum: In der früheren Kaserne am Limberg in Osnabrück ist ein Corona-Testzentrum für Stadt und Landkreis Osnabrück errichtet worden. Wichtig: Es ist nicht für jeden, der sich krank fühlt. Allein das Gesundheitsamt entscheidet, wer dort zum Test vorfahren darf.

Schulen und Kitas: Niedersachsen hatte am Montag, 16. März, alle Schulen, Kitas und Fachhochschulen geschlossen. Während die älteren Jahrgänge in Niedersachsen seit dem 4. Mai nach und nach in die Schulen zurückkehrten, hat das Land seine Schulen für Abschlussklassen bereits am 27. April wieder geöffnet. Die Hochschule und die Uni Osnabrück haben ihre Präsenz-Lehrveranstaltungen bis 31. Mai beziehungsweise 11. Mai abgesagt. Die Kitas sind weiterhin geschlossen, die Notfallbetreuung wird aber schrittweise ausgebaut. Die Rückkehr zum Regelbetrieb in den Kitas ist erst für den 1. August geplant.

Betretungsverbot: Trotz zahlreicher Lockerungen gilt in Niedersachsens Altenheimen und Krankenhäusern noch immer ein Besuchsverbot. Anders als in anderen Bundesländern wird das sogenannte Besuchs-Tandem, bei dem ein Heimbewohner von einer festen Person regelmäßig Besuch erhalten kann, in Niedersachsen vorerst nicht ermöglicht. Das Land begründet dies damit, dass die meisten Heime noch keine dafür nötigen Hygienekonzepte vorgelegt haben. Ausgenommen von dem Verbot sind Menschen, die selbst behandlungsbedürftig sind sowie therapeutische Maßnahmen durchführen lassen und jene, die zwingende Dienstleistungen zur Aufrechterhaltung des Einrichtungsbetriebs verrichten. Für besondere Härtefälle können in Einzelfällen ebenfalls Ausnahmen gemacht werden, zum Beispiel für werdende Väter auf Kinderstationen sowie für sterbenskranke Patienten (Palliativstationen).

Verstöße: Stadt und Landkreis Osnabrück weisen darauf hin, dass Verstöße gegen die Verbote Ordnungswidrigkeiten oder sogar Straftaten darstellen und von den Ordnungsämtern sowie von der Polizei verfolgt und zur Anzeige gebracht werden.

Bürgertelefon: Um die Fragen aus der Bevölkerung zu beantworten, hat der Gesundheitsdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück ein Bürgertelefon eingerichtet, das montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und am Wochenende von 9 bis 13 Uhr unter der Rufnummer 0541/501-1111 zu erreichen ist. Der Landkreis weist darauf hin, dass das Bürgertelefon für medizinische Fragen vorgesehen ist und nicht mit anderen Fragen etwa zu Urlaubszielen oder arbeitsrechtlichen Belangen belastet werden sollte. Seit Freitag gibt es darüber hinaus eine Internetseite des Gesundheitsdienstes für die Stadt und den Landkreis Osnabrück, die über die regionalen Aspekte der Corona-Pandemie informiert.

Hilfsangebote: Viele Menschen sind derzeit auf Hilfe angewiesen: Ältere oder Kranke, die zur Risikogruppe gehören, aber auch Personen, die unter Quarantäne stehen. Hier finden Sie einen Überblick über Angebote und Initiativen für Helfer und Hilfesuchende in der Stadt Osnabrück sowie im Landkreis Osnabrück.

Kennen Sie schon unsere Aktion "#OShältzusammen"? Ob private Hilfe, öffentliche Initiativen, Geschäftsleute oder Gewerbetreibende: Tragen Sie ihre Angebote und Dienstleistungen in unser Formular ein oder schauen Sie auf der interaktiven Karte, was andere Menschen in Ihrer Nähe anbieten. Mehr zu der Aktion lesen Sie hier.

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