Was tut sich beim Künstlerbund? BBK zeigt im Kunst-Quartier Arbeiten von Neumitgliedern

Neu beim BBK: Mit einer nächsten Ausstellung im Kunstquartier stellen sich die sechs frischen Mitglieder vor, darunter Barbara Wölfkes (von links) und Lothar Nordmann.  Foto: Jörn MartensNeu beim BBK: Mit einer nächsten Ausstellung im Kunstquartier stellen sich die sechs frischen Mitglieder vor, darunter Barbara Wölfkes (von links) und Lothar Nordmann. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. „What's new“ heißt die Ausstellung, die zu Beginn des Jahres den Fokus auf die Arbeit von Künstlern legt, die in den vergangenen zwölf Monaten dem BBK beigetreten sind. 2019 verzeichnete der Bund sechs Neuzugänge.

Das Kunst-Quartier zeigt traditionell am Anfang des Jahres Arbeiten von Künstlern, die aktuell dem Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) beigetreten sind. „What's new“ nennen die Kunstaktivisten die Ausstellung. Im Januar 2019 wurde sie noch von zwei Neuzugängen gestaltet. 

Dieses Mal sind es sogar sechs Künstler, die die Mitgliederzahl des Bundes ansteigen lassen. Und weil es so viele Neumitglieder gibt, ist die künstlerische Bandbreite der Exponate entsprechend groß: Objekte, Malerei, Zeichnung, Fotografie und Installation umfasst das Spektrum.

Im Ruhestand zur Leidenschaft

Lothar Nordmann Foto: Jörn Martens

Erst seit drei Jahren ist Lothar Nordmann als Künstler aktiv. Eigentlich ist er Möbelrestaurator. Aber seit er sich zur Ruhe gesetzt und seinen Betrieb verkauft hat, wendet er sich wieder seiner Leidenschaft zu: Der Malerei, die ihn auch schon als junger Mann fasziniert hat. Jetzt experimentiert er mit Farbschichten, die er auf die Leinwand aufträgt und wieder abschleift, sodass verschiedene Schichten miteinander in Korrespondenz treten. 

Aus seiner Restauratortätigkeit hat er die Kombination verschiedener Materialien mitgenommen: Naturholz, bearbeiteten Naturstein und hauchdünne Acrylschichten kombiniert er zu ästhetisch reizvollen Objekten.

Liebe zur informellen Malerei

Barbara Wölfkes Foto: Jörn Martens

Barbara Wölfkes ist eigentlich Münchnerin. Doch schon seit 1966 lebt sie mit ihrem Mann in Osnabrück. Hier an der Universität studierte sie Kunst – und blieb ihrer Liebe zur informellen Malerei treu. Gern setzt sie sich in großen Formaten mit der „Farbe als Sprache“ auseinander. Auch wenn bisweilen ein Bild vor ihrem imaginären Auge entsteht, das sie dann auf Leinwand umsetzt, so sind die meisten ihrer Bilder das Resultat eines künstlerischen Prozesses.

Themenkomplexe und asiatische Techniken

Mit dem Themenkomplex Religion, Krieg, Frieden, Tod und Teufel beschäftigt sich Uwe Molkenthin in seinen Installationen, derweil Evi Binzinger asiatische Mal- und Falttechnik einsetzt, um ihre Objekte Gestalt werden zu lassen. Gerne verwendet sie dabei gebrauchte Teebeutel, die auch schon einmal zu einem Tierschädel transformiert werden. Pittoreske Porträts und Szenerien entwirft Alexander Kapitanowski, indem er reduzierte Floskeln und Pattern zusammenfügt.

Schließlich hat sich auch Karsten Michaelis entschlossen, dem BBK beizutreten. Der freie Fotograf arbeitet seit 1996 in Osnabrück. Viele kennen seine Reihe mit fantastischen Künstlerporträts, die er immer wieder aktualisiert. So zeigt er jetzt unter anderem Fotos von Nicole Widner und Merle Lembeck im Kunst-Quartier, die ihre Karriere als Kunststudentinnen an der Universität Osnabrück starteten.

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BBK-Kunst-Quartier (Bierstraße 33): „What's new“. Künstlerische Positionen von Evi Binzinger, Barbara Wölfkes, Karsten Michaelis, Alexander Kapitanowski, Uwe Molkenthin und Lothar Nordmann. 17. Januar (Eröffnung um 19 Uhr) bis 22. Februar, Di. - Fr. 14-18 Uhr, Sa. 11-16 Uhr. Infos unter www.bbk-osnabrueck.de.


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