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Mit 7000 Euro nach Hause Marktschreier aus Osnabrück bei Günther Jauch: Der Gewinn ist nicht so groß wie ihre Klappe

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Marktschreier Thorsten Mey aus Osnabrück trat als einer der fünf Kandidaten gegen Günther Jauch an. Foto: RTLMarktschreier Thorsten Mey aus Osnabrück trat als einer der fünf Kandidaten gegen Günther Jauch an. Foto: RTL

Osnabrück. 119000 Euro erspielt und dann nur mit 7000 Euro nach Hause. Doch die fünf Marktschreier nahmen es gelassen: Von dem Geld, das sie am Freitagabend in der RTL-Sendung „5 gegen Jauch“ gewonnen haben, werden sie mit den anderen Marktschreiern des „Hamburger Fischmarkts auf Tour“ ein feuchtfröhliches Wochenende auf der Reeperbahn verbringen, wie der Osnabrücker Quizshow-Kandidat Thorsten Mey im Gespräch mit unserer Zeitung berichtete.

Mey war genauso mit in Köln von der Partie wie sein Kollege Joachim Pfaff aus Borgloh („Wurst-Achim“). Zu fünft traten die Marktschreier gegen den beliebtesten Showmaster Deutschlands an. Zuvor hatten die Marktschreier nicht nur ihr lockeres Mundwerk und ihre Spontaneität, sondern auch ihr Talent für Lautstärke bewiesen und beeindruckten Moderator Oliver Pocher bei einem Geräusch-Test mit einem Dezibel-Wert, der nicht weit von dem eines Presslufthammers entfernt lag.

300000 Euro wäre die höchste Summe gewesen, die das Händler-Quintett hätte erspielen können. Doch das wäre der absolute Idealfall gewesen: Alle Fragen hätten korrekt beantwortet werden müssen – inklusive der letzten „Alles-oder-nichts“-Fra-ge, durch die sich das bislang erspielte Guthaben verdoppelt hätte. Bei den Marktschreiern lautete der Kontostand bei der Masterfrage 119000 Euro. Wenn sie alles gesetzt hätten, hätten 238000 Euro gewinkt. Doch sie setzten (zum Glück) nur 112000 Euro. So blieben ihnen nach der falschen Antwort wenigstens noch die 7000 Euro, mit denen es jetzt auf die Reeperbahn geht.

Die alles entscheidende Frage lautete: „Die Namen Emiliani, Lord Dunn Raven, Lady Tennant, Kreutzer und Kiesewetter stehen für…? A: Bordeaux-Weine, B: Gutenberg-Bibeln, C: seltene Briefmarken, D: Stradivari-Geigen.“ Die Kandidaten entschieden sich für Antwort C. Richtig gewesen wäre Antwort D. Was das Pech bei der Schlussfrage vielleicht etwas tröstlicher gestaltet hat: Auch Günther Jauch tippte daneben. Er entschied sich für die Gutenberg-Bibeln.

Der relativ geringe Gewinn ändert nichts daran, dass es ein „wunderbares Erlebnis“ für die Marktschreier-Gruppe war, wie Thorsten Mey betonte, der den „Hamburger Fischmarkt auf Tour“ seit 16 Jahren veranstaltet. Unter Jauchs Rivalen waren neben dem Osnabrücker auch Joachim Pfaff alias „Wurst-Achim“ aus Borgloh, Michael Brockmann („Aal-Hinnerk“) und Heiko Hoffmann („Wurst-Herby“) aus Hameln und Kiriakos Karagiavour („Nudel-Kiri“) aus Neuenburg am Rhein.

Zusammen mit 35 anderen Händlern des Hamburger Fischmarktes touren die fünf zwischen Februar und November durch ganz Deutschland. Als sie RTL anfragte, ob sie als Marktschreier-Gruppe nicht einmal Lust hätten, bei „5 gegen Jauch“ mitzuspielen, hätten sie sofort zugesagt, berichtet Mey, der im Stadtteil Sutthausen auch einen Laden mit seinen Waren betreibt. Frei nach dem Motto „Wer am lautesten schreit, ist dabei“ sei noch am gleichen Tag ausgewählt worden, wer von den Marktschreiern gegen Jauch antreten darf.


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