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2200 Anwohner betroffen Alle Infos zur Bombenentschärfung am 23. Januar in Osnabrück

Bis 9 Uhr müssen am 23. Januar 2020 mehr als 2.200 Anwohner des Heger Holzes ihre Häuser verlassen haben. Foto: Archiv/Swaantje HehmannBis 9 Uhr müssen am 23. Januar 2020 mehr als 2.200 Anwohner des Heger Holzes ihre Häuser verlassen haben. Foto: Archiv/Swaantje Hehmann

Osnabrück. Mehr als 2.200 Anwohner im Bereich des Heger Holzes in Osnabrück müssen am Donnerstag, 23. Januar 2020, bis 9 Uhr ihre Häuser verlassen haben. Die Stadt hat in dem Waldgebiet eine Sprengbombe entdeckt, die entschärft werden soll.

Rund 500 Gebäude müssen geräumt werden. Betroffen ist auch das Flüchtlingshaus in der Sedanstraße, nicht aber die Paracelsus-Klinik oder das Klinikum am Finkenhügel. Paracelsus-Klinik und Klinikum  bleiben während der Evakuierung für Rettungsdienste und Besucher erreichbar. Sollte es zu einer Sprengung kommen, würden die Patienten der Paracelsus-Klinik in die hinteren Gebäudeteile verlegt, erläutere Stadt-Pressesprecher Gerhard Meyering. 

Um den Fundort der Bombe sollen mit Wasser gefüllte Säcke gelegt werden, die die Druckwellen im Falle einer Sprengung nach oben und somit über die beiden Krankenhäuser hinweg ableiten, so Meyering. Darüber hinaus würden vor einer Sprengung weitere Wassersäcke mit 26 Kubikmeter Inhalt auf die Bombe gelegt. 

Das Evakuierungszentrum wird im Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße (Lerchenstraße 135-137) eingerichtet. Dort kann jeder auf die Entschärfung warten, der nicht anderweitig außerhalb des Evakuierungsgebietes unterkommt. 

Das Evakuierungsgebiet für den 23. Januar 2020. Karte: Stadt Osnabrück

Folgende Straßen und Häuser müssen geräumt werden: 

  • Adam-Stegerwald-Str.
  • Am Heger Holz
  • Am Natruper Holz 28 – 62c gerade
  • Barenteich 1A, 2-16
  • Birkenweg ungerade
  • Brahmshof
  • Edinghausen
  • Eichenstr.
  • Föhrenstr.
  • Freiligrathhof
  • Gerh.-Hauptmann-Hof
  • Gluckstr. 9 – 57 ungerade
  • Haydnhof
  • Heinrich-Kriege-Str.
  • Julius-Leber-Str.
  • Karl-Arnold-Str.
  • Liszthof
  • Schumannhof
  • Schütterhausweg
  • Sedanstr. 100, 111 - 115
  • Stormhof
  • Wersener Str. 85 – 123 ungerade
  • Wilhelm-Busch-Str.
  • Wilhelm-Raabe-Hof

Die Straßen im Evakuierungsbereich werden von 9 Uhr an gesperrt. Der Linienbusverkehr ist nicht betroffen. Die den Bereich der Evakuierung begrenzenden Straßen und Flächen bleiben frei zugänglich beziehungsweise befahrbar. 

Für bettlägerige oder kranke Personen bestehen Transportmöglichkeiten, die über die Regionalleitstelle Osnabrück angefordert werden können (Telefon: 0541 323-4455). Es ist unbedingt anzugeben, ob die Person sitzend oder liegend transportiert werden kann, ob ansteckende beziehungsweise infektiöse Krankheiten oder  sogar eine Transportunfähigkeit bestehen. Notwendige Transporte können ab sofort, müssen jedoch unbedingt vor der Maßnahme angemeldet werden. "Je eher die Information erfolgt, desto besser kann für den Transport gesorgt werden", schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung.

Entschärfung startet erst, wenn das Gebiet evakuiert ist

Die Entschärfung des Blindgängers kann erst nach erfolgreicher Umsetzung aller Sicherheitsmaßnahmen erfolgen. Die Stadt bittet daher dringend darum, den Evakuierungsbereich bis 9 Uhr zu verlassen und den Anweisungen der Ordnungskräfte Folge zu leisten.

Die Entschärfung wird mehrere Stunden dauern. Es sollten daher die unbedingt notwendigen Dinge (Medikamente, Säuglings- oder Spezialnahrung) sowie angemessene Kleidung mitgenommen werden.

Die die Stadt Osnabrück bittet darum, ältere und insbesondere auch ausländische Nachbarn über die Evakuierung zu informieren. Die Betroffenen sollten sich vor dem Verlassen Ihrer Wohnung vergewissern, dass sie Elektro- und Gasgeräte (Bügeleisen, Herd usw.) ausgeschaltet und alle Wasserhähne geschlossen haben.

Die Stadt Osnabrück informiert – auch über Rundfunkdurchsagen – sobald die Maßnahme abgeschlossen ist und die Bewohner in Ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren können.

Für Fragen ist ab dem 20. Januar von 8 bis 16 Uhr und am Donnerstag, den 23. Januar von 7 Uhr bis zum Ende der Maßnahme ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 0541 323-4490 geschaltet.


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