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Grube: Vier starke Partner Auf dem Weg zur „neuen“ Diakonie

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Osnabrück. Mit den Veränderungen in den noch bestehenden vier Kirchenkreisen der evangelischen Kirchen im Osnabrücker Land wird auch die Struktur der Diakonie verändert. Gegenwärtig wird die Fusion der Diakonischen Werke in Melle, Osnabrück, Georgsmarienhütte und Bramsche vorbereitet, die in eine gemeinnützige GmbH münden wird.

Aus den bisher vier Kirchenkreisen werden zum 1. Januar 2013 drei mit einem neuen geografischen Zuschnitt geformt. Die heute drei Kirchenkreisämter werden zu einem verschmolzen, das seinen Sitz in Osnabrück haben wird. Auch die Landschaft der Diakonischen Werke wird grundlegend verändert.

Inzwischen liegt ein Konzept vor, das von den Führungsgremien sowie den Leitern der Einrichtungen erarbeitet worden ist. Es sieht die Fusion der heute noch vier selbstständigen Diakonien in eine gGmbH unter dem Namen „Diakonisches Werk in Stadt und Landkreis Osnabrück“ vor. Ihr Sitz ist allem Vernehmen nach Osnabrück. Zwei gleichberechtigte Geschäftsführer werden sich die Leitung teilen. Das Finanzvolumen wird den Angaben zufolge etwa sechs Millionen Euro betragen. Die heutigen Kirchenkreise Melle und Osnabrück bringen Kapitaleinlagen in Höhe von je 650000 Euro ein, Bramsche und Georgsmarienhütte je 350000 Euro. Die restlichen zwei Drittel werden aus Rücklagen gebildet.

Das fusionierte Diakonische Werk wird über sechs Fachbereiche verfügen: Suchtkrankenhilfe, Kirchenkreissozialarbeit, Psychologische Beratung/Familienhilfe, Straffälligenhilfe, Wohnungslosenhilfe, Bahnhofsmission, Garten- und Hausservice sowie Betreuungsverein. Gegenwärtig zählen die vier Diakonischen Werke 101,63 Vollzeitstellen mit etwa 200 Beschäftigten. „Bei den Gesprächen mit den Mitarbeitern haben wir gesagt, dass wir nicht aus laufenden Tarifverträgen aussteigen werden, sondern sie jetzt und in Zukunft halten werden“, sagte Heiko Grube, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Melle. Derzeit legen er und sein Amtskollege Hinrich Haake aus Osnabrück den Delegierten der Kirchenkreistage das Konzept auseinander. Die vier Diakonischen Werke sind nach Auskunft Grubes „nicht angeschlagen und damit vier starke Partner“.


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