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Tabernakel und Kreuz gehen auf Reise Osnabrücker Caritas-Verband spendet für Dorfbewohner in Uganda

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Osnabrücker Kunsthandwerk geht nach Uganda: Der Stellvertretende Caritasdirektor Ulrich Kupczik überreicht Janka Witte das Kreuz aus dem Haus St. Raphael. Foto: privatOsnabrücker Kunsthandwerk geht nach Uganda: Der Stellvertretende Caritasdirektor Ulrich Kupczik überreicht Janka Witte das Kreuz aus dem Haus St. Raphael. Foto: privat

Osnabrück. Rund 50 Jahre haben Tabernakel und Kreuz auf dem Altar in der Kapelle des Hauses St. Raphael in Osnabrück gestanden. Jetzt gehen sie auf große Reise: Als Spende werden sie nach Uganda gebracht, wo Bewohner des Dorfes Kumi ihre Kapelle mit dem Kunsthandwerk aus Deutschland schmücken möchten.

Der Kontakt ist durch die Osnabrücker Kunst- und Theologiestudentin Janka Witte entstanden. Nach der Schule absolvierte sie einen Freiwilligendienst im Ausland. Ihre Einsatzstelle hatte sie genau dort, wo jetzt das Kunsthandwerk aus dem Hause St. Raphael hingeht: im ugandischen Dorf Kumi. Bis heute hält die junge Osnabrückerin den Kontakt zu den afrikanischen Dorfbewohnern. Und mit dem zur Spende freigegebenen Kunsthandwerk aus dem Hause St. Raphael gibt es nun auch einen konkreten Anlass, um mal wieder hinzufahren.

Zumal Janka Witte mit diesen Dingen auch etwas Persönliches verbindet: Denn der silberne Tabernakel mit Emaille-Verzierungen und das Holzkreuz stammen aus dem Handwerk ihres Großvaters. Er gestaltete es damals für das Caritas-Haus.

Durch den Umbau des St.-Raphael-Hauses, in dem sich heute eine Kita und ein Sprachheilkindergarten befinden, war nun leider nicht mehr genug Platz für die guten Stücke.

„In Kumi fehlt den Menschen bislang noch die Ausstattung“, sagt Janka Witte. „Und als ich hörte, dass die schönen Sachen verfügbar sind, habe ich sofort an die Menschen in Uganda gedacht.“ Mithilfe von Spenden aus dem Bekanntenkreis bezahlt ihre Familie den Flug-Transport. Bis dahin übernimmt die Osnabrücker Spedition Koch den Transport kostenlos. „Am Ende wird wahrscheinlich der Pfarrer selber die letzten sieben Stunden mit dem Auto über Land fahren“, vermutet Janka Witte.

Der stellvertretende Caritasdirektor Ulrich Kupczik freut sich, dass die wertvollen Gegenstände eine neue Heimat finden: „Wir sind sicher, dass sie sich auch in Afrika sehr gut machen, und freuen uns, dass die Menschen vor Ort ein Stück Osnabrück zu sich holen“, sagt er.

Janka Witte ist gespannt, wie ihre afrikanischen Freunde auf das Geschenk reagieren. Sie habe damals sehr viel aus dem Jahr für sich mitgenommen: „Als weiße Frau ist das Leben in Uganda nicht ganz einfach“, sagt sie. „Aber die Menschen haben mich sehr freundlich aufgenommen und mir das Jahr leicht gemacht. Jetzt kann ich ihnen etwas zurückgeben. Das freut mich.“


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