Big Spider gewinnt Wettbewerb Mut zum Experiment: Finale des Jungen Deutschen Jazzpreises

Pianist Felix Waltz vom Ensemble Big Spider, das in diesem Jahr mit dem Jungen Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet wurde.Pianist Felix Waltz vom Ensemble Big Spider, das in diesem Jahr mit dem Jungen Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet wurde.

Osnabrück. Big Spider heißt das Ensemble, das in diesem Jahr mit dem Jungen Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet wurde. Zur besten Solistin wurde Johanna Summer gekürt.

Es dauerte lange, bis die Jury sich zu einer Entscheidung durchringen konnte. Offenbar fiel es den Fachleuten nicht leicht, sich für eine der drei Bands zu entscheiden, die im Blue Note zum Finale des Jungen Deutschen Jazzpreises angetreten waren. Doch dann war es soweit: Nicht zuletzt wegen ihres Mutes zum Experiment wurde das Essener Quartett Big Spider zum Gewinner des Finales erklärt. 3000 Euro für die Bandkasse durften die Musiker mit nach Hause nehmen. 1000 Euro gingen darüber hinaus an die Pianistin Johanna Summer, die zur „besten Solistin“ gekürt wurde.

Johanna Summer wurde zur "Besten Solistin" gekürt.

Aus 50 Bewerbungen hatte die Jury die drei Bands ausgewählt, die zum Finale des vom Osnabrücker Institut für Musik ausgeschriebenen Preises antreten durften. Eröffnet hatte den Wettbewerb das Johanna Summer Trio, das gefühlvoll-intensives Pianospiel mit raffinierter Rhythmik verband. Sanfte Gitarrenklänge bestimmten den Sound des Leon Plecity Quintetts, das romantisch gefärbte Klanglandschaften mit spannenden elektronischen Effekten verband. Großen Spaß hatten schließlich Saxofonist Julius van Reh, Pianist Felix Waltz, Bassist Luca Müller und Schlagzeuger Paul Albrecht auf der Bühne. Die vier Folkwang-Studenten hatten das Ensemble Big Spider geründet, das jetzt mit Spielfreude und Experimentierlust punktete.

So sehen Gewinner aus: Big Spider aus Essen.

„Beim Finale des Jungen DeutschenJazzpreises wurden dem Publikum drei ausgesprochen spannende und vom Stil sehr unterschiedliche Bands präsentiert, von denen hoffentlich noch viel zu hören sein wird“, erklärte Johannes Dälken von der Felicitas und Werner Egerland-Stiftung, die mit ihrem finanziellen Engagement den Preis möglich macht. Das Ziel der Stiftung ist es unter anderem, junge Künstler auf ihrem Weg in die Professionalität zu unterstützen. 


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN