Open-Air-Kino lockte 3000 Besucher Wie der Zoo Osnabrück Geld für das Löwenrudel sammelt

Dürfen sich in Zukunft über ein größeres Gehege freuen: Die Löwen im Zoo Osnabrück. Foto: David EbenerDürfen sich in Zukunft über ein größeres Gehege freuen: Die Löwen im Zoo Osnabrück. Foto: David Ebener

Osnabrück. 19.000 Euro hat der Zoo Osnabrück mit dem ersten Open-Air-Kino eingespielt. Dieses Geld soll nun den Löwen zugute kommen. Der Zoo betont, dass Veranstaltungen wie diese wichtig seien. "Schließlich brauchen wir zusätzliche Einnahmen, da wir kaum kommunale Zuschüsse erhalten", sagt Veranstaltungsfachwirtin Jennifer Ludwig.

Im August veranstaltete der Zoo gemeinsam mit der Filmpassage Osnabrück das „1. Open Air-Kino im Zoo Osnabrück“. 3.000 Besucher schauten sich im Zentrum der asiatischen Tierwelt „Angkor Wat“ Spielfilme an. Der Reinerlös des Open-Air-Kinos geht an den Verein „Löwen für Löwen“ – und damit an den Umbau der Löwenanlage, wie aus einer Pressemitteilung des Zoos hervorgeht.

Über 19.000 Euro Reinerlös aus dem 1. Open Air-Kino 2019 für das Löwenrudel freuen sich Nadine Hagensieker (Hagensieker & Trame GmbH VGH Versicherungen), Christian Schäfer (alles bestens, Schäfer, Events & Medien), Marc Kappler und Maria Wulfert (Rahenbrock Gruppe), Anja Thies (Filmpassage Osnabrück), Alexander Thye (marja group GmbH), Diana Coppenrath (Löwen für Löwen) und Jennifer Ludwig (Zoo Osnabrück, von links). Foto: Zoo Osnabrück/Hanna Räckers

„Wir freuen uns, dass wir heute eine so große Summe überreichen können – insgesamt können wir das Löwenrudel mit 19.000 Euro Reinerlös aus dem Open Air-Kino unterstützen“, wird Anja Thies, Geschäftsführerin der Filmpassage Osnabrück, in der Mitteilung zitiert.

Diana Coppenrath, Vorstandsmitglied des Vereins "Löwen für Löwen", freut sich besonders: „Es ist toll, dass so viel Geld für unsere fünf Löwen zusammengekommen ist. Dank der vielen Spenden und Fundraising-Aktionen kann die Löwenanlage flächenmäßig verdreifacht werden – dann ist auch wieder Nachwuchs bei den Raubkatzen möglich.“ 

„Wir testen immer wieder neue Veranstaltungsformate aus", sagt Jennifer Ludwig. Dabei stehe das Wohl der Tiere immer an erster Stelle: Alle Veranstaltungen, die der Zoo plane, würden eng mit den wissenschaftlichen Kuratoren abgesprochen. Beide sind gelernte Tierpfleger und studierte Biologen. Beim Open-Air-Kino etwa wurde unter anderem vorab die Lautstärke gemessen und bei jeder Vorstellung individuell angepasst. 

Zweite Auflage des Open-Air-Kinos geplant

Dass das Open-Air-Kino im kommenden Jahr fortgesetzt wird, sei für alle Beteiligten schnell klar gewesen, so Ludwig weiter. „Ein paar Stellschrauben müssen gedreht werden, aber im Großen und Ganzen waren wir alle sehr zufrieden.“ In diesem Jahr beispielsweise liefen die Filme unter verschiedenen Kategorien wie dem „Helden-Donnerstag“, „Famous Friday“ und „Safari-Samstag“. 

„Ob wir das so beibehalten, werden wir noch klären. Die Filmauswahl ist gar nicht so leicht – man muss sich vorsichtig an die Zielgruppe herantasten“, sagt Anja Thies. „Aus diesem Jahr konnten wir einige Erkenntnisse ziehen, sodass wir im kommenden Jahr optimieren können. Die Besucher können auf die Filmauswahl gespannt sein – diese wird aber erst wenige Wochen vor Veranstaltungsbeginn feststehen.“

Die Termine aber können sich Cineasten bereits jetzt in den Kalender eintragen: Vom 30. Juli bis 29. August 2020 werden immer donnerstags-, freitags- und samstagabends Kinofilme in tierischer Atmosphäre im Zoo Osnabrück gezeigt.


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