zuletzt aktualisiert vor

OB Boris Pistorius besucht Hellmann Process Management Mehr als Logistik

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Nehmen Computerschrott unter die Lupe: HPM-Geschäftsleiter André Pohl, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Osnabrück Wolfgang Gurk, HPM-Betriebsleiter Matthias Brinkmann und OB Boris Pistorius (von links). Foto: Hermann PentermannNehmen Computerschrott unter die Lupe: HPM-Geschäftsleiter André Pohl, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Osnabrück Wolfgang Gurk, HPM-Betriebsleiter Matthias Brinkmann und OB Boris Pistorius (von links). Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Mit dem Namen Hellmann verbindet man in der Regel das hiesige Logistikunternehmen. Dass der Konzern aber nicht nur Güter von A nach B transportiert, davon hat sich Oberbürgermeister Boris Pistorius nun ein Bild beim Umweltdienstleister Hellmann Process Management (HPM) gemacht, das zur Unternehmensgruppe Hellmann Worldwide Logistics gehört.

Das inhabergeführte Unternehmen Hellmann gründete HPM 1988. Seither unterstützt der Umweltdienstleister national und international agierende Unternehmen in entsorgungsrechtlichen Fragen, bei der Schließung von Rohstoffströmen sowie bei der Gewinnung und Vermarktung von Sekundärrohstoffen (recycelte Rohstoffe).

Bei einem Rundgang über das Firmengelände informierte sich der Oberbürgermeister über das Recyclingkonzept von HPM und stellte auch die eine oder andere Frage – etwa, warum in einer Halle mehrere Gitterboxen mit offensichtlich neuen und ungenutzten Geräten lagern. „Das sind zum Beispiel Geräte mit technischen Fehlern oder Auslaufmodelle“, antwortete Betriebsleiter Matthias Brinkmann. „Auch der Bürger kann seinen Computer bei uns abgeben“, bestätigte Geschäftsleiter André Pohl. Für die Demontage von Altcomputern schuf HPM vor Ort integrative Arbeitsplätze für Menschen mit einer Behinderung. So unterstützen Mitarbeiter der Awo Merzen den Recyclingprozess. Insgesamt beschäftigt HPM 50 Mitarbeiter.

Im Anschluss an den Rundgang stellten der Leiter der Consulting-Abteilung Malte Dukat und Geschäftsleiter André Pohl ihr neues europäisches Entsorgungskonzept für den weltweit tätigen Werkzeughersteller Hilti vor. Es beinhaltet das fachgerechte Recycling alter Werkzeuge wie Bohrhämmer oder Schleifgeräte.

HPM wurde als Umweltdienstleister beauftragt, ein deutschlandweites Recyclingkonzept für die Elektroaltgeräte zu entwickeln. Nach der Umsetzung folgte Mitte 2010 der Auftrag, das Dienstleistungskonzept international auszuweiten – zunächst mit dem Schwerpunkt auf Europa.

HPM wählt hierzu zertifizierte Anlagen vor Ort aus. „Das ist eine große Herausforderung, da die Entsorgungsstrukturen innerhalb Europas stark divergieren“, so Geschäftsleiter Pohl. Gemeinsames Ziel von Hilti und HPM ist eine europaweite Recyclingquote von mindestens 95 Prozent. Derzeit erreicht das Osnabrücker Unternehmen in Deutschland eine Quote von 89,5 Prozent.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN