Schlager gegen Ausgrenzung Marianne Rosenberg am Samstag bei der Hossa-Party im Osnabrücker Alando

Hossa statt Hass: Stargast der Hossa-Party am Samstag im Alando Palais ist Marianne Rosenberg. Foto: Sandra LudewigHossa statt Hass: Stargast der Hossa-Party am Samstag im Alando Palais ist Marianne Rosenberg. Foto: Sandra Ludewig 

Osnabrück. Marianne Rosenberg zählt zu den Top-Stars der deutschen Schlagerwelt. Am Samstag, 9. November, ist sie Stargast der Hossa-Party im Osnabrücker Alando Palais. Im Gespräch mit unserer Redaktion sprach sie sich gegen Hass und Ausgrenzung aus.

Mit Schlagern wie „Er gehört zu mir“ oder „Marleen“ zählte Marianne Rosenberg in den Siebzigerjahren zu den Dauergästen in der ZDF-Hitparade und in den Charts. Diese Lieder sind Evergreens geworden und sind immer noch bekannt – nicht nur durch die vielen Schlagerpartys, die landauf, landab stattfinden. Dementsprechend sagt Rosenberg über ihren Auftritt in Osnabrück: „Die Besucher werden auch die Songs hören, mit denen sie zum Teil ihre eigene Geschichte verbinden, ihre erste große Liebe oder ihre letzte Trennung. Liebe ist zwar nicht alles, aber ohne Liebe ist alles nichts.“

Apropos Liebe: Anfang der Achtzigerjahre hat die schwulesbische Szene Marianne Rosenberg als ihre Ikone auserwählt. Das habe sie als „eine große Ehre“ empfunden, sagt sie. „Ich habe mich immer gegen Ausgrenzung und für Toleranz engagiert. Und da bin ich nicht alleine.“ Angesichts des Erstarkens rechtsradikaler Kräfte fügt sie an: „Ja, es gibt auch wieder zunehmend Hass und Abgrenzung in unserer Gesellschaft, und das spiegelt sich aktuell auch in der politischen Landschaft. Aber ich kann und will mir nicht vorstellen, dass sich der dunkelste Teil unserer Geschichte wiederholt.“

Die 1955 in Berlin geborene Tochter von Otto Rosenberg, der als Sinto den Holocaust überlebte und später viele Jahre Vorstandsmitglied des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma war, ist aber optimistisch, dass das nicht passieren wird. „Wenn ich mir heute die Jugend ansehe, wie und wofür sie sich engagiert, dann bin ich da sehr zuversichtlich.“

Marianne Rosenberg ist eine Künstlerin, die dem Schlager entstammt, die jedoch nicht in der Vergangenheit stehen bleibt und sich auf ihren alten Hits ausruht. Sie ist zwar ihrem Stil treu geblieben. „Aber ich habe die Songs für das kommende Album ,Im Namen der Liebe‘ alle in den letzten Jahren komponiert, und als Musikerin verwende ich immer aktuelle Sounds und innovative Stilistiken, denn ich bin nicht mehr, wer ich früher war.“

Diejenigen, die die Musik von Marianne Rosenberg mögen, werden sie also sofort als ihre erkennen. Sie ist aber die Rosenberg von heute und nicht die aus der Zeit der Hitparade.


Bei der Hossa-Party am Samstag im Osnabrücker Alando Palais werden über den Auftritt des Stargasts hinaus die goldenen Zeiten des Schlagers zelebriert. Partymacher Christian Schäfer alias Chris Heck und Kaiser Kamphus werden die alten Hits von Howie Carpendale, Costa Cordalis, Udo Jürgens und Co. auflegen. Viel spricht dafür, dass viele Besucher wieder – wie schon in den vergangenen zwei Jahrzehnten – in farbenfrohen Anzügen und Perücken ins Alando kommen werden. Es sollte also eine bunte Party werden.

Sie legen bei der Hossa Party auf: DJ Kaiser Kamphus (links) und DJ Chris Heck. Foto: Matthias Wellbrock

Was sonst noch läuft

Café Caliente, Haus der Jugend, Fr., 8. 11., 21.30 Uhr: Die traditionelle Salsa-Party mit DJ Juan Pa und DJ Gustavo und Musik der Karibik und Südamerikas lockt die Tänzerinnen und Tänzer in die Altstadt. 
Holy Poly, Lausbuben Showcase, Sa., 9. 11., 23 Uhr: Raumakustik, Dansir und Yannick Müller aus Dresden kommen zur Dammstraße und haben ihre Hits wie „Raider“ und „Dem A Pree“ im Gepäck.
Club 39, Rosenhof, Sa., 9. 11., 23 Uhr: Von A wie AC/DC bis Z wie ZZ Top reicht die Palette der Songs, die auf der Playlist von DJ Kirsten steht.


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