Rote Burgunder und Deutsche Riesen Ohren anlegen und lächeln: Kaninchenzüchter zeigen ihre Lieblinge in Sutthausen

Von Luca Kleine Heitmeyer

Sagt da jemand, dass ich zu dick bin? Ein Roter Neuseeländer auf der Waage mit angelegten Ohren. Foto: Thomas OsterfeldSagt da jemand, dass ich zu dick bin? Ein Roter Neuseeländer auf der Waage mit angelegten Ohren. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Vom Zwergkaninchen bis zum „Deutschen Riesen“ ist alles dabei: Am Wochenende findet auf dem Gelände des Autohauses Fehrmann & Neubert in Sutthausen die 5. Allgemeine Sutthauser Dütetal-Ausstellung des Kaninchenzuchtvereins I 67 Osnabrück-West statt. Die Besucher erwartet eine große Vielfalt.

24 regionale Züchter präsentieren bei der Schau insgesamt 175 Tiere und 27 verschiedene Rassen. Unterschiedlicher könnten sie kaum sein: Die „Thüringer“ etwa zeichnen sich durch ihre charakteristische gelblich-braune Deckfarbe und breite dunkle Streifen an den Seiten aus, während die edel anmutenden „Fahlroten Burgunder“ mit ihrer gleichmäßigen Färbung hervorstechen. 

Allein aufgrund seines Körperbaus fällt der „Deutsche Riese“ sofort ins Auge. Er zählt zu den größten Kaninchenrassen und dürfte mit einem Gewicht von bis zu elf Kilo und seinem rund 70 Zentimeter langen Körper so manchen kleinen Hund einschüchtern. Diese Angst ist selbstverständlich unbegründet, denn die Kaninchen der Ausstellung in Sutthausen machen allesamt einen äußerst friedfertigen und zutraulichen Eindruck.

Wir kennen uns ja schon: Der Rote Neuseeländer mit beachtlichen Ohren. Foto: Thomas Osterfeld

Offiziell bewertet wurden die Tiere bereits am Donnerstag von unabhängigen Preisrichtern, darunter zwei Luxemburger, die regelmäßig an Ausstellungen des Kaninchenzuchtvereins I 67 Osnabrück-West teilnehmen. Die Richter beurteilten unter anderem Gewicht, Körperform, Fellhaar sowie Pflegezustand der Tiere und orientierten sich dabei an den rassespezifischen Maßgaben des Zentralverbandes Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter. Gekürt wird der Sieger während der Schau am Wochenende.

Dann wird auch Vereinsmitglied Christina Siegmann ihre Züchtungen vorstellen. Ihre Begeisterung für Kaninchen erklärt sie so: „Man begleitet die Tiere von ihrer Geburt an und sieht, wie sie sich entwickeln. Das macht einfach Spaß.“ Die Zucht spiele darüber hinaus eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der Rassenvielfalt, da etliche Kaninchentypen mittlerweile sehr selten geworden sind. „Wir versuchen, diese alten Traditionen fortzuführen“, so Siegmann.

Ein Thüringer, der Wert darauf legt, die Landtagswahl nicht vergeigt zu haben. Foto: Thomas Osterfeld

Die Besucher der Ausstellung können sich neben Tombola und Imkerstand auch auf ein „Kaninhop“-Rennen freuen, bei dem die Kaninchen durch einen mit kleinen Hindernissen versehenen Parcours, ähnlich dem Springreiten, hoppeln. Der Wettbewerb beginnt am Sonntag um 11 Uhr.


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