Aktiv gegen Politikverdrossenheit Mitmischen im Osnabrücker Jugendparlament: Montag läuft die Frist ab

Von Luca Kleine Heitmeyer

Demokratie stärken: Florian Nils Hehmann (links), Vorstandsmitglied des Osnabrücker Jugendparlaments, und Nils Bollhorn, Fachdienstleiter Jugend bei der Stadt Osnabrück mit einem Werbeplakat für die Wahl zum Osnabrücker Jugendparlament. Foto: Luca Kleine HeitmeyerDemokratie stärken: Florian Nils Hehmann (links), Vorstandsmitglied des Osnabrücker Jugendparlaments, und Nils Bollhorn, Fachdienstleiter Jugend bei der Stadt Osnabrück mit einem Werbeplakat für die Wahl zum Osnabrücker Jugendparlament. Foto: Luca Kleine Heitmeyer
Luca Kleine Heitmeyer

Osnabrück. Für demokratische Werte und jugendrelevante Themen können sich junge Menschen im Osnabrücker Jugendparlament engagieren. Noch bis einschließlich Montag haben sie die Möglichkeit, sich als Kandidaten für die kommende Legislaturperiode zu registrieren.

Aufgabe des Jugendparlaments ist es, die Interessen der Jugendlichen in Osnabrück zu vertreten. Es besteht aus 25 Mitgliedern, die für zwei Jahre gewählt werden. Alle jungen Menschen, die zum Zeitpunkt der Wahl zwischen 14 und 18 Jahre alt sind und in Osnabrück wohnen, dürfen wählen und kandidieren. Dies gilt auch für Jugendliche ohne Wohnsitz in der Stadt, sofern sie hier zur Schule gehen oder eine Ausbildung beziehungsweise einen Freiwilligendienst absolvieren. 

2013 fand in Osnabrück zum ersten Mal eine Wahl zum Jugendparlament statt. Das Gremium beteiligt sich seither an Vorhaben der Stadt zu jugendrelevanten Themen und setzt sich für eine Verbesserung der Lebensverhältnisse aus der Sicht junger Menschen ein. Es hat darüber hinaus Rede- und Antragsrecht im Jugendhilfeausschuss sowie im Schul- und Sportausschuss.

Mittlerweile verfügen die Jungpolitiker über einen Etat von 10.000 Euro. Mit der Hälfte des Geldes können sie im Rahmen bestimmter Richtlinien, die gemeinsam mit der Stadt erarbeitet wurden, selbstständig Projekte und Initiativen ihrer Wahl unterstützen. Nach dem kommenden Urnengang, der vom 18. bis zum 22. November in nahezu allen weiterführenden und berufsbildenden Schulen in Osnabrück stattfindet, geht das Gremium in seine vierte Legislaturperiode.

Florian Nils Hehmann ist seit vier Jahren Teil des Jugendparlaments und mittlerweile sogar Vorstandsmitglied. Altersbedingt muss der 19-Jährige nach Ablauf der Wahlperiode aus dem Gremium ausscheiden. „Das Parlament hat sich in dieser Zeit enorm entwickelt und als feste Institution etabliert“, zieht Hehmann eine positive Bilanz. Erkennbar sei diese Entwicklung unter anderem daran, dass Behörden und Organisationen inzwischen aktiv auf die Mitglieder des Parlaments zukommen, um sie einzubinden.

Nils Bollhorn, Fachdienstleiter Jugend bei der Stadt Osnabrück, stellt die Wichtigkeit des Parlaments als Sinnbild basisdemokratischer Werte und Prinzipien heraus: „Die Jugendlichen lernen, was es heißt, sich in einer Demokratie einzubringen.“ Über ihr Engagement sei er sehr erfreut. „Von Politikverdrossenheit kann hier wirklich nicht die Rede sein.“

Noch bis zum 4. November können sich Interessierte als Kandidaten für die Wahl zum Jugendparlament registrieren. Außerdem werden Wahlhelfer gesucht. Weitere Informationen sowie ein Bewerbungsformular finden sich unter www.jugendparlament-os.de.


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