Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Osnabrück Abijahrgang 2019 überreicht Spende an Ambulanten Kinderhospizdienst

Spendenübergabe in der Schulbibliothek (von links): Barbara Schrader vom ambulanten Kinderhospiz, Oberstufenkoordinator Sebastian Lücking, die Abiturienten Moritz Bley und Florian Altemöller, Schulleiterin Uta Wielage und der Deutsch- und Sportlehrer Leif Bongalski. Foto: EMA-Gymnasium/Lisa SieverdingSpendenübergabe in der Schulbibliothek (von links): Barbara Schrader vom ambulanten Kinderhospiz, Oberstufenkoordinator Sebastian Lücking, die Abiturienten Moritz Bley und Florian Altemöller, Schulleiterin Uta Wielage und der Deutsch- und Sportlehrer Leif Bongalski. Foto: EMA-Gymnasium/Lisa Sieverding

Osnabrück. Das Abitur ist ein Anlass, der bleibende Spuren hinterlässt – vor allem im Leben der Schüler, die ihren Abschluss erreicht haben, und ihrer Familien. Das Abi 2019 am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Osnabrück hat darüber hinaus aber auch positive Auswirkungen für den Ambulanten Kinderhospizdienst Osnabrück.

Insgesamt 652,71 Euro erhielt die ehrenamtliche Kinderhospizdienst-Mitarbeiterin Bärbel Schrader nun von den Abiturienten Moritz Bley und Florian Altemöller, die die Spende stellvertretend für den Abijahrgang 2019 überreichten. Das Geld ist einer Pressemitteilung der Schule zufolge der Restbetrag aus der Jahrgangskasse der Schüler, aus der die diversen Aktivitäten rund um das Abitur finanziert worden waren, sowie der Erlös der Versteigerung eines Bildes auf dem Abiball.

„Uns ist es wichtig, Kindern zu helfen, die nicht so frei und unbeschwert ihre Kindheit verleben können, wie wir die Chance dazu hatten“, sagte Bley der Mitteilung zufolge. Altemöller betonte demnach, dass der Jahrgang so mit einem guten Gefühl die Abikasse schließen könne. Beide hätten sich vorher nie Gedanken über Krankheiten und Tod von Kindern gemacht, und wie man ihnen und deren Eltern helfen könne.

Thema im Religionsunterricht

So ging es auch den Neuntklässlern der Religionsgruppen evangelische und katholische Religion, die sich im Anschluss an die Spendenübergabe gemeinsam mit Schrader eine Doppelstunde lang mit dem Ambulanten Kinderhospizdienst Osnabrück beschäftigten. Eingebettet in die Unterrichtsreihe „Tod und Trauer“ wurden den Schülerinnen und Schülern zunächst einige zentrale Grundinformationen über das Thema gegeben. Ausgehend von einer Filmreportage über das Kinderhospiz Löwenherz in Syke berichtete die Freiwillige von ihrer Arbeit im ambulanten Dienst und beantwortete Fragen.

So erfuhren die Schüler zum Beispiel, dass in Osnabrück mehr als 60 ehrenamtliche Mitarbeiter mehr als 25 Familien betreuen, und dass es bei dieser Arbeit keineswegs immer traurig zugeht. Schrader erzählte zum Beispiel von gemeinsamen Ausflügen mit erkrankten Kindern und/oder deren Geschwistern, Spiele-Nachmittagen und Bastelaktionen. „Wenn ich an die kranken Kinder denke, dann denke ich vor allem daran, was sie noch alles können und nicht daran, was sie nicht mehr können“, sagte Schrader der Schulmitteilung zufolge. 

Natürlich habe sie den Schülern auch von den schwierigen Momenten ihrer Arbeit berichtet – wenn die Kinder schließlich so krank sind, dass sie sterben. "Aber auch an dieser Stelle konnten die Schülerinnen und Schüler etwas lernen", heißt es in der Mitteilung: "Der Umgang mit dem Tod gehört zum Leben dazu, auch wenn das in unserer Gesellschaft manchmal gar nicht so einfach ist." 

Schrader habe den Schülern dazu einen Tipp mit auf den Weg gegeben: Es sei wichtig, das Thema Tod und Trauer nicht zu verschweigen, sondern offen darüber zu reden. Außerdem solle jeder versuchen, Betroffene anzusprechen und auch ehrlich zuzugeben, wenn man mal nicht weiß, was man sagen oder wie man sich verhalten soll.


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