"Forums Kriegskinder und Kriegsenkel" Geschichte des Hauses an der Herderstraße Thema in der Villa Schlikker

Hier wohnte das jüdische Ehepaar Flatauer. Foto: Michael GründelHier wohnte das jüdische Ehepaar Flatauer. Foto: Michael Gründel
Michael Gründel

Osnabrück. Die Villa der jüdischen Familie Flatauer aus Osnabrück ist am 12. November Thema in der Veranstaltungsreihe "Forum Kriegskinder und Kriegsenkel".

Am Dienstag, 12. November, 19 Uhr, findet das Forum unter dem Titel "Herderstraße 22 – Zur Geschichte und Zukunft eines Osnabrücker Hauses" mit Andreas Ottmer statt, teilte die Stadt mit.

Das 1929 im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtete Wohnhaus in der Herderstraße mit der Nummer 22 hat eine tragische Geschichte zu erzählen. Es gehörte einst der Familie des Osnabrücker Tuchhändlers Raphael Flatauer. Im Zuge der rassistischen Verfolgungspolitik der Nationalsozialisten wurde das Gebäude 1939 zwangsversteigert. Raphael und seine Frau Alma wurden 1943 in Auschwitz ermordet. Ihre Söhne Kurt und Hans überlebten den Holocaust in Palästina und England.

In der Veranstaltungsreihe "Forum Kriegskinder und Kriegsenkel" wird in offenen Diskussionsrunden den Spuren der NS- und Kriegszeit in den Familiengeschichten nachgegangen. Das Format ist eines der vielen Angebote des Museumsquartiers Osnabrück zur Erinnerungskultur und dient einer kritischen und verantwortungsbewussten gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit den Spuren der NS-Geschichte in unserer Gegenwart.

Die Veranstaltungen des „Forums Kriegskinder und Kriegsenkel“ finden in der Regel monatlich in der Villa Schlikker jeweils um 19 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.


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