Musical und Operette in der Pauluskirche Männerchor Gretesch und Gäste besingen den Herbst

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Osnabrück. Vollbesetzt waren die Bankreihen in der Pauluskirche am frühen Samstagabend. Der Männerchor Gretesch hatte zu einem rund zweistündigen Herbstkonzert eingeladen und wurde dabei vom Schulchor der Gesamtschule Schinkel und Sopranistin Ina Siekemeyer unterstützt. Mehr als 200 Besucher ließen sich das nicht entgehen.

„Ein epischer Einzug des Chors wie einst bei Henry Maske“, kommentierte Pastor Karsten Kümmel das erste Lied des Abends, die große Chornummer „Conquest of Paradise“ von Vangelis. Einst für den Film „1492 - Die Eroberung des Paradieses“ geschrieben, erlangte der Song große Bekanntheit als Einmarschmusik von Ex-Boxer Maske. 


Beschwingtes Halleluja in der Pauluskirche

Unter der Leitung von Holger Dolkemeyer, der auch am Klavier begleitete, sangen die Männer anschließend das Volkslied „Über der Domstadt“, eine deutsche Version von „Amazing Grace“ und Dimitri Bortnjanskis „Ich bete an die Macht der Liebe“, bevor mit „Halleluja“ der Siegertitel des Eurovision Song Contests aus dem Jahr 1979 zu Gehör kam. „Selten habe ich in dieser Kirche so ein beschwingtes Halleluja gehört“, sagte Karsten Kümmel, der als Moderator durch den Abend führte und sowohl die Musiknummern als auch die Solisten ankündigte.

Ina Siekeymer glänzt mit Operettenarien

Mit ihrem fulminanten Sopran glänzte Ina Siekemeyer im „Langsamen Walzer“ aus der Operette „Venus in Seide“ von Robert Stolz und in der Arie „Meine Lippen, sie küssen so heiß“ aus der Operette „Giuditta“ von Franz Lehár. In beiden Nummern bewies Siekemeyer ihr außerordentliches vokales Können und animierte das Publikum zum Mitsummen.

Schulchor der Gesamtschule Schinkel begeistert

Als ein Höhepunkt des Konzerts erwies sich auch der Auftritt des Schulchors der Gesamtschule Schinkel. Unter der Leitung von Joachim Bodde und am Klavier begleitet von Ulrike Borgmann, sangen die 19 Chormitglieder – 16 Mädchen und drei Jungen – zwei Songs aus dem Musicalfilm „La La Land“. Die wunderbare Musik von Justin Hurwitz hatten sich die jungen Chorsänger exzellent zu eigen gemacht, als Solist überzeugte dabei Moritz Bußmann mit seiner dunkel legierten Stimme.

Songs aus „König der Löwen“ und „My Fair Lady“

Generell zeichnete der Schulchor für das modernere Liedgut verantwortlich. Bei Tracy Chapmans „Talkin‘ Bout a Revolution“ und Hans Zimmers „Shadowland“, bekannt aus dem „König der Löwen“, begeisterten Arne Hilgers an der Gitarre, Hannah Mechelhoff am Saxophon und Malik Schilling an den Drums, während Hannah Oberste Willms als Gesangssolistin die richtigen Töne traf.

Ina Siekemeyer gab anschließend das Blumenmädchen Eliza Doolittle und sang mit dem Männerchor Gretesch ein stimmiges Medley aus dem Musical „My Fair Lady“. Mit Liedern von Werner Richard Heymann, Werner Bochmann und Elton Johns „Kann es wirklich Liebe sein“ verabschiedete sich der Männerchor von seinem Publikum, das wohlwollend Applaus spendete.


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