Zuwachs für die junge Sparte Zwei neue Schauspielerinnen machen aus Oskar-Ensemble des Theaters ein Quartett

Neu im Rampenlicht für das junge Theater Osnabrück: Hannah Hupfauer (links) und Anne Sofie Schietzold. Foto: Michael GründelNeu im Rampenlicht für das junge Theater Osnabrück: Hannah Hupfauer (links) und Anne Sofie Schietzold. Foto: Michael Gründel
Michael Gründel

Osnabrück. Mit den beiden Neuzugängen Hannah Hupfauer und Anne Sofie Schietzold wird das junge Schauspiel-Ensemble Oskar des Theaters Osnabrück seit dieser Spielzeit von drei auf vier Ensemblemitglieder aufgestockt.

Rund 180 Vorstellungen pro Spielzeit nicht nur auf den städtischen Bühnen, sondern auch auf denen von 44 Partnerschulen in der Stadt und im Landkreis: Es gibt eine Menge zu stemmen für das Schauspiel-Ensemble von Oskar, der plüschig rot leuchtenden Symbolfigur für die Kinder- und Jugendsparte des Theaters Osnabrück. Vor 13 Jahren vom damaligen Intendanten Holger Schulze ins Leben gerufen, habe das junge Theater als bundesweit viel beachtetes und nachgeahmtes Schulprojekt inzwischen längst auch „Bildungsaufgaben von Schule und Familie“ übernommen, betont dessen Nachfolger Ralf Waldschmidt. Vier Theaterpädagogen bereiten die Schulvorstellungen didaktisch vor und bereiten sie spielerisch auf. Gerade auch aus dem Landkreis kämen so viele Neuanfragen von Schulen, dass sogar ein Aufnahmestopp verhängt werden musste, verrät Waldschmidt. Um bei aller Quantität auch die Qualität der Aufführungen aufrechtzuerhalten, sind ab der laufenden Spielzeit erstmals vier statt bislang drei Schauspieler per Festvertrag für Oskar angestellt. 

Erste Begegnungen mit "Oskar". Foto: Michael Gründel

"Perfekte Mischung"

„An ihre Grenzen gekommen“ seien die Darsteller, bestätigt auch Christiane Wulff als Vorsitzende des Oskar-Fördervereins. Die Mitgliedsbeiträge allein würden allerdings nicht reichen, um das dringend benötigte vierte Ensemblemitglied zu finanzieren. Nach wie vor sei man auf Spenden und Sponsoren angewiesen, um das einzigartige Generationenprojekt aufrechtzuerhalten und voranzutreiben, betont Wulff. Die Schulkooperationen seien Ausdruck einer besonderen Wertschätzung gegenüber den Schülern und der Stadt, zeigt sich Anne Sofie Schietzold angetan vom Konzept ihres neuen Arbeitgebers. Die 24-Jährige ist eine von zwei Oskar-Neuzugängen in dieser Spielzeit. Aufgewachsen in der Sächsischen Schweiz und zuletzt in Potsdam tätig, schätzt sie die „perfekte Mischung“ aus Stücken, die auch thematisch auf viele unterschiedliche Altersgruppen zugeschnitten seien – ebenso wie ihre drei Jahre ältere Kollegin Hannah Hupfauer, die im diesjährigen Familienstück zur Weihnachtszeit die Hauptrolle in „Aschenputtel“ spielt. Seit sie in ihrer eigenen Jugendzeit in Italien mit ihren Eltern regelmäßig Opern- und Theateraufführungen in Florenz besucht hat, ist der Wunsch in ihr gewachsen, selbst auf der Bühne zu stehen. Gut für Oskar, dessen viertes Rad am gut geschmierten Wagen sie nun sein darf.


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