Am Freitag begonnen Landesforsten fällen rund 50 Buchen und Eichen in Osnabrück

Eine deutliche Lücke entsteht durch die Entnahme der geschädigten Bäume. Foto: Landesforsten/U. AegerterEine deutliche Lücke entsteht durch die Entnahme der geschädigten Bäume. Foto: Landesforsten/U. Aegerter

Osnabrück. Die Niedersächsischen Landesforsten hat am Freitag begonnen, etwa 50 Buchen und Eichen in Osnabrück zu fällen. Die Bäume seien am Absterben oder bereits tot, teilte das zuständige Forstamt Ankum mit.

Betroffen ist das Waldgebiet Nürenburg zwischen den Stadtteilen Gartlage, Sonnenhügel und der Dodesheide sowie einem Teil des KME-Geländes. Das Forstamt Ankum habe "massive Absterbeerscheinungen an alten Buchen und Eichen festgestellt". Ursprünglich sollten nur zehn Bäume entlang eines Fuß- und Radweges gefällt werden. "Nun müssen wir aus Sicherheitsgründen, auch wegen des angrenzenden Kindergartens, der den Wald regelmäßig nutzt, etwa 50 Bäume fällen, die absterben oder bereits tot sind", wird Uwe Aegerter von den Niedersächsischen Landesforsten in der Mitteilung zitiert.

Zwei trockene Jahre

Dem Forstamt zufolge sind die Schäden auf die zwei Jahre anhaltende Trockenheit zurückzuführen. In vielen anderen Buchenwäldern in Niedersachsen habe das zu den nun festgestellten Absterbeerscheinungen geführt. Besonders alte Buchen würden empfindlich auf den Wassermangel im Sommer reagieren. Kronenverlichtung, braune Blätter, schwarze Flecken auf der Rinde – sogenannter Schleimfluss –, abplatzende Rinde und Pilzbefall seien die markantesten Zeichen für den beginnenden Absterbeprozess.

Schwarz-braune Flecken, sog. Schleimfluß in großer Zahl signalisieren den beginnenden Absterbeprozess. Foto: Landesforsten/U. Aegerter

Ein Teil des Holzes bleibt als liegendes Totholz im Wald. Ob neuen Bäume folgen, sei noch nicht entschieden. "Mit Blick auf den Klimawandel wäre die Pflanzung von Eichen wegen ihrer höheren Trockenheitsresistenz zu überlegen", so Aegerter. 

Am Montag sollen die Arbeiten fortgesetzt werden. Das Forstamt appelliert an Passanten, die Absperrungen zur eigenen Sicherheit zu beachten.

Alter Baumbestand

Der landesforsteigene Teil des Waldgebietes Nürenburg ist dem Forstamt zufolge 28.000 Quadratmeter groß und überwiegend mit 145 Jahre alten Buchen und einigen 165 Jahre alten Eichen bewachsen. Wegen der Erholungsmöglichkeiten in einem Wald wollen die Niedersächsischen Landesforsten derart alte Bäume möglichst lange erhalten – statt ihn wirtschaftlich zu nutzen.

Die geringe Kronenbelaubung im Vergleich zu den Nachbarbäumen zeigt den Trockenstress einzelner Bäume. Foto: Landesforsten/U. Aegerter


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN