Arbeitsstellen und Service 16. Job-Messe in Zeiten der Vollbeschäftigung

Aktuelle Stellenangebote gab es auf der Job-Messe zahlreich. Aber auch Informationen und Service, sowie einen neuen Rekord an Ausstellern. Foto: David EbenerAktuelle Stellenangebote gab es auf der Job-Messe zahlreich. Aber auch Informationen und Service, sowie einen neuen Rekord an Ausstellern. Foto: David Ebener

Osnabrück. Vollbeschäftigung und Fachkräftemangel sind wohl die meistgenannten Schlagworte zum aktuellen Arbeitsmark. Der 16. Job-Messe der Agentur Barlag in Osnabrück verhalf diese Situation zu Rekorden.

130 Unternehmen und Institutionen nutzten in der Heimatstadt der "Job-Messe Deutschland Tour" die Chance, um sich interessierten Arbeitnehmern zu präsentieren. Dafür reichte die Fläche im Autohaus Walkenhorst an der Sutthauser Straße, wo das Jobmesse-Heimspiel traditionell stattfindet, längst nicht mehr aus. Ein angebautes Messezelt bot zusätzlichen Raum, um der Höchstzahl an Unternehmen, die sich hier vorstellten, Raum zur Präsentation und Gesprächen mit Interessierten zu bieten.

Aussteller-Rekord

Und auf der anderen Seite: Tausende Besucher, die sich über Arbeitsmöglichkeiten oder ihnen selbst noch unbekannte Berufe informierten, die aber auch das umfangreiche Service-Angebot der Job-Messe nutzen. Und sich Vorträge zum Thema Karriere anhörten, Motivationstrainern und -Coaches lauschten oder einfach mal ihre Bewerbungsmappe beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) durchsehen lassen wollten.

Denn nach wie vor können Bewerber viele Fehler machen. Zwei typische benannten Nicole Uthmann und Norbert Schulte gleich vor Ort: „Nach wie vor machen sich Lücken im Lebenslauf nicht gut und sollten erklärbar sein“, sagte Norbert Schulte. Und Nicole Uthmann ergänzte: „Vielfach finden sich auch immer noch typische Floskeln wie Teamfähigkeit oder Leistungsbereitschaft im Anschreiben, ohne diese zu konkretisieren.“ Denn heute wollten Personaler Mitarbeiter, die individuell in ihr Unternehmen passen – und nicht solche, die mit Allgemeinplätzen zu punkten versuchen.

Bewerbungen, Informationen und Service

Auch zum Thema Online-Bewerbung konnten Besucher beim BNW Tipps bekommen. Während dieses bei großen Firmen oder gar Global Playern, also weltweit tätigen Firmen, inzwischen üblich ist, kann es beim mittelständischen Familienbetrieb in der Heimatgemeinde immer noch besser sein, die Unterlagen analog und persönlich einzureichen. Auch dazu bot die Job-Messe in Osnabrück reichlich Gelegenheit, denn an jedem Stand fanden sich Personalverantwortliche, die gerne auch Unterlagen entgegennahmen oder über ihre Firma informierten.

Und ein weiterer Aspekt spielte offensichtlich für die Anbieter auf der Job-Messe eine wichtige Rolle: „Für mich ist gar nicht so entscheidend, wie viele Mappen ich hier am Ende mitnehme“, sagte Christiane Füllgriff, Personalchefin bei Wurst Stahlbau, „sondern auf das Unternehmen aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass wir interessante Stellenangebote haben.“ Einfach im Gespräch zu bleiben, sei eben auch wichtig.

Attraktive Angebote

Diesbezüglich hatten sich die Firmen auch einiges einfallen lassen. Von den typischen Werbegeschenken und Informationsbroschüren mal abgesehen lockten auch ideenreiche Aktionen. Bei der Bäckerei Brinkhege etwa konnten Besucher ausprobieren, ob es ihnen Spaß macht, aus Marzipan-Zucker-Masse Blüten zu formen und so erleben, was im Beruf des Konditors tägliches Brot ist.

Zur Eröffnung der Messe am Samstagmorgen nutzten Vertreter von Stadt und Landkreis, Lars Hellmers von der Maßarbeit und Birgit Strangmann von der Stadt Osnabrück, die Möglichkeit, mit Firmenvertretern und Organisatoren ins Gespräch zu kommen. Sie verschafften sich so einen individuellen Eindruck von der Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt in ihrer Region. 


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