31 Millionen für die Kultur Kulturetat 2020 wurde dem Kulturausschuss vorgestellt

Das Theater Osnabrück erhält rund 40 Prozent des Kulturetats. Foto: Thomas AchenbachDas Theater Osnabrück erhält rund 40 Prozent des Kulturetats. Foto: Thomas Achenbach

Osnabrück. Während der Sitzung des Kulturausschusses wurden die Städtebotschafter verabschiedet und der Kulturetat 2020 vorgestellt.

Ein wenig mehr als 600.000 Euro soll die Stadt Osnabrück im kommenden Jahr mehr für Kultur ausgegeben als 2019. Das jedenfalls empfiehlt der Fachbereich Kultur dem Kulturausschuss und im Endeffekt dem Rat, der im Dezember den Haushalt für 2020 beschließen soll. 31 Millionen Euro soll der Kulturetat umfassen, das sind rund fünf Prozent des Gesamthaushalts. „Dieser Anteil am Kernhaushalt beläuft sich seit 2010 fast konstant bei fünf Prozent“, erklärt Patricia Mersinger, Leiterin des Fachbereichs Kultur, die die Haushaltsaufstellung für das nächste Jahr während der aktuellen Kulturausschusssitzung im Stadthaus vorstellte.

Nachdem sich die Städtebotschafter nach einjähriger Tätigkeit in der Stadt von den Kulturverantwortlichen der Stadt verabschiedet hatten, erläuterte Mersinger den Kulturhaushalt 2020. Demnach werden neben dem Theater, das knapp 40 Prozent des Etats bekommt, die Bibliotheken, das Museumsquartier, das Museum am Schölerberg sowie die Musik- und Kunstschule die höchsten Zuschussbeträge von der Stadt erhalten. Das korreliert mit den Plänen, am Schölerberg eine neue Dauerausstellung einzurichten, die Villa Schlikker zu sanieren sowie die neue Dauerausstellung Stadtgeschichte im Museumsquartier zu etablieren. Dementsprechend werden das Museum am Schölerberg und die Villa Schlikker auch die meisten Drittmittel verschlingen, insgesamt zirka vier Millionen Euro.

„Wir wollen unser Team erweitern, damit sich beispielsweise jemand ausschließlich um die Kunst im öffentlichen Raum kümmern kann“, erklärt Mersinger. Darüber hinaus werde empfohlen, bei der Förderung der freien Kulturträger, für die 1,29 Millionen Euro veranschlagt werden, einen Mehrbedarf in Höhe von 154000 Euro anzuerkennen, um die Sicherstellung und Weiterführung des Kulturangebots gewährleisten zu können. Zwei freie Träger, die einen Bedarf in Höhe von 171.000 Euro angemeldet hatten, zogen zwischenzeitlich ihre Anträge zurück. Detaillierter wurde über die freien Träger in der nicht öffentlichen Sitzung diskutiert.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt des öffentlichen Teils widmete sich dem Aktionszentrum 3. Welt. Der Antrag, den Zuschussvertrag mit dem Zentrum bis zum Ende des Jahres 2022 fortzusetzen, wurde einstimmig angenommen.


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