Botanik und Tiere statt TV und Computer Rund 1650 Besucher beim vierten BoGeTi-Tag im Zoo Osnabrück

Aus beim letzten BoGeTi-Tag sechs Kooperationspartnern, wurden in diesem Jahr elf. Die Vertreter der mitwirkenden Institutionen gestalteten eine Rallye mit ganz unterschiedlichen Aufgaben, die es zwischen Elefant, Hyäne oder Nashorn zu lösen galt. Foto: Carolin HlawatschAus beim letzten BoGeTi-Tag sechs Kooperationspartnern, wurden in diesem Jahr elf. Die Vertreter der mitwirkenden Institutionen gestalteten eine Rallye mit ganz unterschiedlichen Aufgaben, die es zwischen Elefant, Hyäne oder Nashorn zu lösen galt. Foto: Carolin Hlawatsch

Osnabrück. Eine große Rallye mit Lerneffekt und jeder Menge Spaß im gesamten Osnabrücker Zoo erwartete Kinder und Familien am letzten Wochenende. Zum vierten Mal hieß es wetteifern beim „BoGeTi-Tag“, dem Familientag rund um die Themen Botanik, Gesundheit und Tiere.

Drei lange Schlangen bildeten sich um kurz vor halb drei am Samstag vor den Toren des Osnabrücker Zoos. In den Reihen standen rund 1650 kleine und große Besucher mit Rallye-Pass und -Plan in der Hand, bereits Strategien austüftelnd darüber, welche Stationen sie denn als erstes besuchen möchten. Aufgaben an 41 Aktiv- und Wissenpunkten konnten dabei gelöst werden. Wer mindestens zwölf Stationen absolviert und sich dafür den jeweiligen Rallye-Stempel in seinen Pass hat drücken lassen, nimmt an einer Verlosung teil. Preise wie Freikarten für das Nettebad, für die Boulderhalle oder Bewegungs- und Gesellschaftsspiele werden am 20. September im Museum am Schölerberg an 40 Preisträger-Familien verliehen.

Warten auf den Rallye-Start: Pünktlich um 14.30 öffneten sich die Extra-Einlässe am Zoo-Hauptportal für die BoGeTi-Gäste. Foto: Carolin Hlawatsch

Ziel des BoGeTi-Tags ist es, das Interesse an Umwelt, Bewegung und gesunder Ernährung zu wecken und Familien zu motivieren, einen gemeinsamen Tag mit einer sinnvollen Beschäftigung zu verbringen. So galt es an einer Station eine Fledermaus-Speisekarte zu erstellen, an der nächsten auf der Slackline zu balancieren und an wieder einer anderen in der Mini-Käserei den Weg von der Milch bis zum Käsestück nachzuvollziehen. Dabei lernten nicht nur die Kinder Neues, auch deren Eltern oder Oma und Opa staunten über interessante Fakten aus der Natur. „Wusstet ihr, dass die Assel 14 Beine hat, also sogar mehr als die Spinne?“, richtete sich Uta Mählmann vom Museum am Schölerberg an einer Station an die Teilnehmer, während hinter ihr die Elefanten schnaubten. Drei Ecken weiter, an der Station des Natur- und Geoparks Terra Vita siebten Kinder Haifischzähne aus urzeitlichem Sand und erfuhren so ganz nebenbei von den Terra-Guides Christiane Lieberei und Stefanie Herrschel, wie spannend die Geologie des Osnabrücker Lands ist.


Ausgerüstet mit Rallye-Plan und Stempel-Pass starteten über 1600 Teilnehmer um 14.30 in den BoGeTi-Tag im Zoo Osnabrück. Abgeschlossen wurde er gegen 18 Uhr mit einem gesunden, Fleisch-freien Abendessen am Affentempel. Foto: Carolin Hlawatsch

„Es ist wirklich toll, dass das Angebot des BoGeTi-Tags dank der vielen Kooperationspartner jedes Jahr weiter wächst“, freute sich Silke Tegeder-Perwas, Koordinatorin des Vereins „Gesunde Stunde“ und BoGeTi-Hauptkoordinatorin. „Die „Gesunde Stunde“, steht für diese so wichtigen, mindestens 60 Minuten am Tag, die die Familie zusammen, ohne Handy und Computer, verbringen sollte“, betonte Kreisrätin Bärbel Rosenträter. An 17 Schulen und vier Kindergärten führt die „Gesunde Stunde“ regelmäßig Aktionen durch um Achtsamkeit, Bewegung und gesunde Ernährung zu fokussieren. An eben diesen Grundschulen und Kindergärten wurden die Einladungen für den BoGeTi-Tag verteilt. Über 1600 Kinder mit Familie folgten ihr. Das sind ähnlich viele wie bei dem BoGeTi-Tag 2017.

Alle zwei Jahre

Den Impuls zu diesem besonderen Familien-Event gab vor sieben Jahren die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, die sich für die Förderung junger Menschen für einen guten Start ins Leben einsetzt. Mit 4500 Euro unterstützte die Stiftung die Veranstaltung dieses Mal. Seit Beginn beläuft sich die Fördersumme auf insgesamt 16500 Euro. „Ich schlage vor zukünftig auch noch den Bereich Technik mit in den BoGeTi-Tag zu integrieren“ regte Ernst Schwanhold vom Stiftungsvorstand am Samstag an.

BoGeTi findet alle zwei Jahre im Herbst statt. Ort des Geschehens ist der Zoo. „Unser Gelände mit den vielen Tieren bietet dafür den perfekten und spannenden Rahmen“, sagte Zoo-Pressesprecherin Lisa Simon. Eine zentrale Aufgabe des Zoos sei es Wissen über Natur- und Artenschutz zu vermitteln. Genau das und thematisch noch viel mehr geschehe beim BoGeTi-Tag.

Neben Terra Vita und dem Museum am Schölerberg wurde der BoGeTi-Tag von folgenden Institutionen auf die Beine gestellt und betreut: „Kubikus“ - kreative Umweltbildung für alle Generationen, Museum für Industriekultur, dem technisch ökologischen Lernort Nackte Mühle der Lega S Jugendhilge gGmbH, den Niedersächsischen Landfrauenverbänden Hannover und Weser-Ems e.V., dem WABE-Zentrum Klaus Bahlsender Hochschule Osnabrück - Schwerpunkt Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion und der Initiative Kinder-Bewegungsstadt Osnabrück (KIBS). Von der ersten Stunde mit von der Partie sind die drei BoGeTi-Hauptpartner „Gesunde Stunde“, „Grüne Schule Osnabrück (zugehörig dem Botanischen Garten der Universität Osnabrück)“ und der Zoo Osnabrück.  


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