Tischfußballspiel Klask Nach Titel im Vorjahr: Osnabrücker Jaro Koch wird Vize-Weltmeister

Nach Weltmeister nun Vizeweltmeister: Jaro Koch. Foto: Michael GründelNach Weltmeister nun Vizeweltmeister: Jaro Koch. Foto: Michael Gründel 

Osnabrück. Der Osnabrücker Jaro Koch hat knapp die Titelverteidigung bei der Weltmeisterschaft 2019 im tischfußballartigen Klask verpasst. Im Finale in Helsinki verlor er gegen den Polen Tomasz Preuss. Kochs Freundin Diana Festor kam bei ihrer WM-Premiere ins Viertelfinale.

Seit knapp zwei Jahren spielt das in Osnabrück wohnende Paar Jaro Koch und Diana Festor Klask. Ein Spiel, das wie eine Mischung aus Tischfußball und Airhockey ist. Ein Spiel, dass die beiden so gut beherrschen wie kaum ein anderer in Deutschland. Und auch bei der Weltmeisterschaft in der finnischen Hauptstadt Helsinki mischten sie nun vorne mit. Wobei für Koch gilt: wieder vorne mit. 

Video: Klask-Talent Jaro Koch zeigt seine Tipps

Wie funktioniert Klask?

Zwei Spieler sitzen sich gegenüber und bewegen jeweils mit einem Führmagneten unter der Spielfläche ihre Figur auf dieser. Punkte erzielt, wer die Kugel in die gegnerische Mulde bugsiert. Oder wer durch das Missgeschick des Kontrahenten profitiert, wenn sich dieser mit seiner Figur zwei der drei kleinen Magneten auf dem Feld einfängt. Ein raffinierter Kniff, denn diese Magnete können mithilfe der Kugel oder durch clevere Bewegungen der eigenen Figur übers Feld geschossen werden. Außerdem erhält man einen Punkt, wenn der Gegner seine Figur in die eigene Mulde bewegt oder die Kontrolle über seine Figur verliert. Wer zuerst sechs Punkte erzielt, gewinnt einen Satz. Oder bei nur einem Gewinnsatz direkt das Spiel. In Deutschland wird Klask vom schweizerischen Verlag Game Factory vertrieben. Es kostet etwa 55 Euro.

Neuauflage des Endspiels 2018

Der 23-jährige Student der Wirtschaftsinformatik ging als Titlelverteidiger an den Start und traf im Endspiel in einer Neuauflage des letztjährigen Finales auf den Polen Tomasz Preuss. Dieses Mal allerdings mit dem schlechteren Ausgang für den Osnabrücker: Preuss gewann mit 6:3 und 6:5. Besonders der letzte Punkt war ärgerlich für Koch, denn er fabrizierte so etwas wie ein Eigentor. In der K.o.-Phase hatte sich der Osnabrücker zuvor gegen den Schweden Pawel Hedberg, den Dänen Asger H. Granerud und den Italiener Filippo Ballin durchgesetzt.

Dass Klask durchaus ein telegenes Spiel ist, beweist der Livemitschnitt der WM-Endrunde auf Youtube. Das Finale beginnt beim folgenden Video bei der Zeitmarke 2:13:45. Diana Festors Viertelfinale gegen den Finnen Jyri Rasinmäki wird ab der Zeitmarke 0:33:10 gezeigt:


Aus im Viertelfinale

Festor, die nach abgeschlossenem Studium nun in Osnabrück als Psychologin zu arbeiten begonnen hat, hatte sich im Achtelfinale gegen den Briten Rob Kuczynski durchgesetzt, unterlag dann aber dem Finnen mit 1:2 Sätzen. Die 23-jährige hatte sich bei einem Turnier während der Messe "Spiel '18" in Essen für die vom finnischen Klask-Lizenznehmer Marektoy veranstaltete WM qualifiziert. Jaro Koch war als Titelverteidiger für das 20-köpfige Teilnehmerfeld gesetzt.

Klask kann man auch an idyllischen Orten trainieren: Jaro Koch und Diana Festor in Finnland. Foto: Koch/Festor


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