Japanisches Sommerfest im Botanischen Garten Gute Wünsche, Grüntee und Kampfkunst in Osnabrück

Auch eine Vorführung des Verein Shin-Gi-Tai Kai war Teil des Sommerfest Tanabata im Botanischer Garten. Foto: André HavergoAuch eine Vorführung des Verein Shin-Gi-Tai Kai war Teil des Sommerfest Tanabata im Botanischer Garten. Foto: André Havergo

Osnabrück. In Japan feiern alle das Sommerfest Tanabata-Matsuri. Und auch in Osnabrück feierten viele mit. Sogar die Japanische Honorarkonsulin.

Japanisch, wohin man schaut. Menschen japanischer Herkunft, Deutsche mit japanischen Gewändern, Bonsai-Bäume, kunstvoll gefaltete Vögel, Jugendliche, die Manga zeichnen, eine Gruppe, die Karate-Do vorführt, traditioneller Schwertkampf und lautstarkes Trommeln. Dazu japanische Crèpes, die japanische Nudelsuppe Ramen und eine Grüntee-Bar. Im botanischen Garten wurde das Tanabata-Fest gefeiert.

„Ich bin beeindruckt, wie die japanische Kultur von ehrenamtlichen Gruppen in Deutschland bekannt gemacht wird“, sagt Kikuko Kato. Die japanische Generalkonsulin ist extra aus Hamburg angereist, um das Fest zusammen mit der Osnabrücker Bürgermeisterin Eva-Maria Westermann zu eröffnen. „Das Tanabata-Fest wird überall in Japan gefeiert – und jetzt auch hier.“

Bürgermeisterin Eva-Maria Westermann und Generalkonsulin Kikuko Kato eröffneten das Fest und versuchten sich am Origami-Stand. Foto: André Havergo

Tanabata ist ein Sommerfest und ein Fest der Wünsche. „Die Menschen schreiben ihre Wünsche für sich und andere auf bunte Papierstreifen und hängen sie an Bambuszweige“, erklärt Werner Domanski von der Trommelgruppe Hoshidaiko. Und tatsächlich hängt der Bambus im botanischen Garten schon früh am Nachmittag voll mit bunten Papierstreifen, die in einer abendlichen Zeremonie dann verbrannt werden. „So werden die Bitten den Göttern übergeben“, so Domanski.

Orden vom japanischen Kaiser

Die Hoshidaiko-Gruppe hat das japanische Sommerfest gemeinsam mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Osnabrück vorbereitet. Deren Gründer und Vorsitzender Johannes Eidt hat für seinen Einsatz für die japanische Kultur gerade erst im Auftrag des japanische Kaisers von der Generalkonsulin einen hohen japanischen Orden verliehen bekommen, den „Orden der aufgehenden Sonne“. „Ich freue mich, Sie jetzt hier wiederzusehen“, so Kikuto Kato bei ihrem Besuch in Osnabrück.

Johannes Eidt ist froh, dass es vom Schwertkampf bis zum Karategruppe Shin-Gi-Tai inzwischen so viele Möglichkeiten gibt, die japanische Kultur und Sprache kennenzulernen. „Das wollen wir hier bei dem Fest präsentieren“, sagt er. Und auch der Verein Hoshidaiko sieht die deutsch-japanische Freundschaft eher im Aufwind. „Früher war die japanische Kultur sehr fremde und geheimnisvoll“, sagt Werner Domanski. „Heute kann man vieles davon im Alltag finden.“ Sushi, Matcha, Origami, Manga – alles ganz modern. Und beliebt, wie man an der guten Resonanz auf das Tanabata-Fest im Botanischen Garten erkennen kann.


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