Festival in Osnabrück etabliert „Young Urban Performances“ erhält Preis der Landeskirche

In nur drei Jahren hat das Kollektiv „Young Urban Performances“ ein internationales Festival in Osnabrück etabliert. Dafür bekam es den Kulturförderpreis der Landeskirche Hannover. Zu sehen sind: Ella Malin Visse, Desirée Hieronimus, Theresa Vodde und Tabea Visse von YUP (vorne von links) sowie Johannes Dälken (Egerland Stiftung), Anna Nezel (Fokus e. V.), Joachim Groneberg (Haus der Jugend) und Anna Bittner (Kunsthalle) (hinten von links). Foto: Jörn MartensIn nur drei Jahren hat das Kollektiv „Young Urban Performances“ ein internationales Festival in Osnabrück etabliert. Dafür bekam es den Kulturförderpreis der Landeskirche Hannover. Zu sehen sind: Ella Malin Visse, Desirée Hieronimus, Theresa Vodde und Tabea Visse von YUP (vorne von links) sowie Johannes Dälken (Egerland Stiftung), Anna Nezel (Fokus e. V.), Joachim Groneberg (Haus der Jugend) und Anna Bittner (Kunsthalle) (hinten von links). Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Das Kollektiv „Young Urban Performances“ (YUP) hat am Dienstag in Hildesheim den mit 5000 Euro dotierten Kulturförderpreis der Landeskirche Hannover erhalten. Zudem erhalten die sieben jungen Frauen, die das Kollektiv bilden, von der Felicitas und Werner Egerland Stiftung eine Förderung in Höhe von 142.500 Euro für die kommenden drei Jahre.

Er könne sich rückblickend an kein Beteiligungsprojekt erinnern, das in kurzer Zeit so viel Anerkennung bekommen hat, sagte der Leiter des Hauses der Jugend, Joachim Groneberg, über YUP. In seiner Einrichtung stellten am Donnerstag vier Frauen des Septetts den Preis vor. Johannes Dälken von der Egerland Stiftung zeigte sich beeindruckt vom Mut der jungen Kuratorinnen. Die Förderung der Stiftung solle helfen, etwas Nachhaltiges in Osnabrück aufzubauen.

Das YUP wurde 2017 gegründet und bildet ein Forum für junge, aufstrebende Performance-Künstler. Im ersten Jahr fand das Festival von YUP im Haus der Jugend statt, in 2018 kam die Kunsthalle dazu und in diesem Jahr wird vom 8. bis 10. November das Museumsquartier mit eingezogen. Tabea Visse verriet, dass das Akzisehaus umgestaltet werden soll zu einem Salon, der den Beauty-Wahn aufs Korn nimmt. Außerdem können sich Interessierte in Performance-Workshops ausbilden lassen und am Festival partizipieren.

Die Landeskirche begründete die Preisvergabe mit dem „stringenten Engagement“ für die Performance-Künste, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Zudem wurde gewürdigt, dass YUP in nur drei Jahren ein internationales Festival in Osnabrück etabliert habe.

Der Preis kam für die Kuratorinnen überraschend. Dennoch wissen sie den Wert zu schätzen, da sie sich nicht selbst beworben haben, sondern vorgeschlagen wurden. Diese Aufgabe übernahm Landessuperintendentin Birgit Klostermeier.

Die sieben Frauen, die alle noch studieren oder in den letzten Zügen ihres Studiums sind, wollen die Mittel, die aus der Förderung der Egerland Stiftung und des Preises zusammengekommen sind, nutzen, um das Young Urban Performances Festival als feste Instanz in Osnabrück zu etablieren. „Auch kleine Ableger in anderen Städten sind denkbar, um ein Netzwerk für Performance-Künstler zu schaffen“, sagte Tabea Visser. Für sie sei es schwierig auszustellen und von ihrer Kunst zu leben. Das Kollektiv wolle einen Beitrag dazu leisten, das dies gelingt, so Visser.

Als nächste Aufgabe steht für YUP die Gründung eines Vereins an. Das wird gerade mit Fokus ausgearbeitet. Im kommenden Jahr soll die Gründung dann vollzogen werden.


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