39 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Spielzeit am Theater Osnabrück startet mit Begrüßung des Ensembles

Theaterritual: Zum Start in die neue Saison versammeln sich die Mitarbeiter des Theaters zu Begrüßung des Ensembles Theater am Domhof. Foto: Gert WestdörpTheaterritual: Zum Start in die neue Saison versammeln sich die Mitarbeiter des Theaters zu Begrüßung des Ensembles Theater am Domhof. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Das Theater ist ein Betrieb voller Rituale. Eines davon spielt sich immer zum Beginn der neuen Spielzeit ab: Da begrüßt Intendant Ralf Waldschmidt das Ensemble. Dabei sagt er auch immer ein paar grundsätzliche Dinge.

Man muss es sich hin und wieder klar machen: Das Theater Osnabrück ist ein richtig großer Betrieb. Deshalb steht auch die Bühne ziemlich voll, als sich nicht alle, aber doch viele der über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach der Begrüßung des Ensembles zum Foto auf der Bühne versammeln. Darunter sind allein 39 neue Kräfte: Auszubildende, Praktikantinnen und Praktikanten, aber auch neue Tänzer, Schauspieler, Musiker.

Ein fröhlicher Termin soll die Begrüßung des Theaters sein, und so verbreitet Intendant Ralf Waldschmidt Aufbruchstimmung, zu allererst für das Festival Spieltriebe, das nun bereits zum achten Mal eine Spielzeit am Theater Osnabrück einläutet. Aber auch ein paar grundsätzliche Worte fallen traditionell zu diesem Anlass. Diesmal erinnert nicht nur Waldschmidt, sondern auch Kulturdezernent Wolfgang Beckermann und die Vorsitzende des Aufsichtsrats, Brigitte Neumann, an eine wesentliche Funktion des Theaters, die sich ohne weiteres auf den ganzen Kulturbetrieb übertragen lässt: Wo die "Demokratie gefährdet ist wie selten zuvor", sagt Waldschmidt, kann das Theater zwar die Welt nicht retten, aber doch "Ideen geben", wie die Ideale der Demokratie gelebt, wie der gesellschaftliche Diskurs gestaltet werden kann. 

Dafür braucht es allerdings ein funktionierendes Theater, und um das zu gewährleisten, muss saniert werden. Dafür sammeln die Verantwortlichen fleißig Geld, bis die Baumaßnahmen beginnen, gehen noch ein paar Jahre ins Land: Frühestens im Sommer 2024 werden die Arbeiten beginnen, verkündet der kaufmännische Direktor Matthias Köhn. Fest steht, dass dann ein neuer Intendant die Geschicke des Theaters verantwortet: Ende des Monats soll die Stelle offiziell ausgeschrieben werden, sagt Beckermann, und bis Ende des Jahres wolle man die Nachfolgerin oder den Nachfolger von Ralf Waldschmidt ermittelt haben.Doch zuvor soll die die Spielzeit 2019/2020 starten, und dazu sagen wir voller Vorfreud: toi, toi, toi. 


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