Grüner Schulhof Drei-Religionen-Grundschule verknüpft Religion mit Gartenarbeit

Mit Begeisterung begutachten die Schüler der Drei-Religionen-Grundschule die Pflanzen nach den Ferien. Foto: Gert WestdörpMit Begeisterung begutachten die Schüler der Drei-Religionen-Grundschule die Pflanzen nach den Ferien. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Seit dem Frühjahr findet sich auf dem Schulhof der Drei-Religionen-Grundschule an der Süsterstraße in Osnabrück ein Gartenprojekt mit allerhand Pflanzen aus den heiligen Schriften. Die Schüler zeigen sich begeistert von der aktiven Unterrichtsgestaltung.

Voller Enthusiasmus kümmert sich eine Gruppe Grundschüler um die Hochbeete auf dem Schulhof der Grundschule. Mit Arbeitshandschuhen ausgestattet jäten sie Unkraut und gießen die Pflanzen, die seit Beginn des Jahres im Schulgarten an der Süsterstraße zu finden sind. Neben zahlreichen Kräutern wachsen hier Mohnblumen, eine Weinrebe und ein Feigenbaum. Die Schüler der dritten Klasse haben im vergangenen Schuljahr mit Religionslehrerin Barbara Gräsel das Projekt gestartet: "Eigentlich ist der Garten Teil des Schulkonzepts. Er soll den Kindern dabei helfen, die Schöpfung in Form der Natur schätzen zu lernen." Jede Pflanze habe sowohl im Islam, Juden- und Christentum eine Bedeutung. Schulleiterin Birgit Jöring ergänzt, dass der Garten in alle Unterrichtsfächer eingebunden werde. Die vierte Klasse des vergangenen Schuljahres habe im Kunstunterricht Dekorationen gebastelt und zum Abschied eine Hecke gepflanzt. 

Unterstützung aus allen Richtungen 

Die Hochbeete und der Garten seien allerdings nur dank großzügiger Spenden entstanden, so Jöring. Die Möwe hat als direkter Nachbar die Gartenfläche zur Verfügung gestellt. Die Sozialeinrichtung brauchte den Platz nicht mehr und ermöglichte den Kindern so die grüne Oase. Der Peter-Jeda-Fond übernahm die Kosten für die zahlreichen Pflanzen, während das Bistum Osnabrück sich finanziell an den Hochbeeten beteiligte. Beim Bau der Beete wurden Schüler und Lehrer von der Firma Stockreiter unterstützt.  

Im anlaufenden Schuljahr soll der Garten weiter in den Unterricht der Grundschule eingebunden werden. Die Schüler sollen weiterhin in die Gestaltung und Instandhaltung der Beete einbezogen werden.


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