Vergiftung durch unausgenommene Plötze Warnung vor Trockenfisch aus Ostercappeln eingeschränkt

Von PM.

Eine Plötze schwimmt im Wasser. Foto: dpaEine Plötze schwimmt im Wasser. Foto: dpa

Osnabrück. Nachdem ein Mann im Landkreis Lippe nach dem Verzehr von Trockenfisch an Botulismus erkrankt und ins Koma gefallen war, hatte der Lieferant aus Ostercappeln eindringlich vor dem Verzehr von sechs Sorten aus seinem Sortiment gewarnt. Nun wurde diese Warnung eingeschränkt.

Nach Angaben des Landkreises Osnabrück besteht die Warnung vor dem Verzehr von Trockenfisch des Großhändlers Ozean aus Ostercappeln nur noch für Plötze (rutilus rutilus) unausgenommen, getrocknet und gesalzen, mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 12. November 2019, Chargennummer LOT180219.

Anlass der ersten Warnung am 6. August war die Erkrankung eines Patienten im Landkreis Lippe, bei dem eine lebensgefährliche Vergiftung (Botulismus) im Blut nachgewiesen worden war. Der von dem Patienten verzehrte Trockenfisch, in dem der Erreger nachgewiesen wurde, stammte von einem Einzelhändler, der seine Ware von der Firma Ozean bezogen hatte. 

Entwarnung für fünf Sorten

Zunächst konnte nicht näher bestimmt werden, welche Art von Fisch der Patient gegessen hatte, was zu einer Warnung vor sechs verschiedenen Fischsorten des Großhändlers geführt hatte. Durch Zeugenaussagen und weitere Recherchen wurde inzwischen aber festgestellt , dass es sich nur um unausgenommene Plötze gehandelt haben kann. Deshalb wurde für folgende fünf Sorten die öffentliche Warnung aufgehoben :

  • Plötze(rutilus rutilus) ausgenommen; getrocknet und gesalzen , MHD05.03.2020 LOT180319 
  • Karauschen (Carssius Gibelio) getrocknet und gesalzen , MHD27.05.2020 LOT170519 
  • Flussbarsch (Perca Fluvictilis) getrocknet und gesalzen , MHD27.05.2020 LOT170519 
  • Forelle (Oncorhynchus Mykiss) getrocknet und gesalzen , MHD09.03.2020 LOT140619 
  • Hecht (Esox lucius) getrocknet und gesalzen , MHD11.07.2020 LOT18.03.19 


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