3,3 Millionen Euro investiert Neue Zentralsterilisation am Osnabrücker MHO in Betrieb genommen

Von PM.

Klaus-Dieter Harmel, Leiter der zentralen Sterilgutversorgungsabteilung im MHO, freut sich über die neue Zentralsterilisation. Foto: Daniel Meier/Niels-Stensen-KlinikenKlaus-Dieter Harmel, Leiter der zentralen Sterilgutversorgungsabteilung im MHO, freut sich über die neue Zentralsterilisation. Foto: Daniel Meier/Niels-Stensen-Kliniken

Osnabrück. Täglich müssen am Osnabrücker Marienhospital (MHO) tausende OP- und Diagnose-Instrumente sterilisiert werden. Das Krankenhaus hat nun insgesamt 3,3 Millionen Euro in die Aufrüstung der Zentralsterilisation investiert – und spricht von einem "Quantensprung".

Die sterile Aufbereitung der OP- und Diagnose-Instrumente habe sich in den vergangenen Jahren erheblich gewandelt, teilt das zum Niels-Stensen-Klinikenverbund gehörende Haus in einer Presseinformation mit.

Nun hat das MHO seine Sterilgutversorgung nach eigenen Angaben von 200 auf rund 500 Quadratmeter mehr als verdoppelt und diese technisch fast komplett neu ausgestattet. So wurden moderne Hochleistungsmaschinen zur Reinigung, Desinfektion und Sterilisation der Instrumente angeschafft: Der Maschinenpark ist um eine Reinigungs- und Desinfektionsanlage von fünf auf sechs erweitert worden, auch kam eine neue Großraum-Containerwaschanlage hinzu.

Mehr als drei Millionen Instrumente

Die Erweiterung war notwendig geworden, weil die Zahl der Kliniken und der Operationen und damit auch der verwendeten Instrumente deutlich angestiegen ist. Mehr als drei Millionen Instrumente werden mittlerweile jährlich steril aufbereitet. Die Zahl der Arbeitsbereiche in der Zentralsterilisation wuchs von sechs auf zehn.

„Das entlastet uns sehr“, wird Klaus-Dieter Harmel zitiert, der die zentrale Sterilgutversorgungsabteilung leitet. Bisher seien drei Waschmaschinen allein schon durch Container ausgelastet gewesen, das falle jetzt weg. Auch bei den Sterilisatoren sei die Kapazität von sterilisierbaren Instrumentensieben von 20 auf 27 erhöht worden. Mit der neuen Anlage habe man einen technischen Quantensprung vollzogen.

Präzise Überwachung

Alle Prozesse werden durch die Maschinen präzise überwacht – auch die Inhaltsstoffe werden durchgängig dokumentiert. „So wissen wir zum Beispiel immer genau, wie viel Wasser und wie hoch die Konzentration des Reinigers in den Maschinen ist“, so Harmel.

Auch im Sinne der Ökologie wurde die Effizienz erhöht. Ein Teil des Wassers kann für Vorwaschgänge rückgewonnen werden. „Das Wasser wird aufgefangen und für das erste Vorwaschen wiederaufbereitet“, erläutert der Leiter der Abteilung: „Rund 14.000 Liter Wasser werden pro Tag benötigt.“

Neue Ausbildung aufgelegt

Harmel freut sich über ein weiteren Zieles: Erstmals ist nun am Niels Stensen Bildungszentrum eine eigene Ausbildung für die Sterilgutaufbereitung gestartet worden. Die Auszubildenden streben den Abschluss zur Fachkraft für Medizinprodukteaufbereitung an. Dies ist für die Region eine neue Entwicklung. Deutschlandweit gibt es diese Ausbildung nur an wenigen Standorten.


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