Party für den guten Zweck gefeiert Osnabrücker Kinderhospizdienst erhält hohe Privatspende

Im Ballhaus des Alandos nahm Jan-Felix Simon vom Kinderhospizdienst (Mitte) die Spende der Familie Spohn entgegen. Foto: Viktoria KoenigsIm Ballhaus des Alandos nahm Jan-Felix Simon vom Kinderhospizdienst (Mitte) die Spende der Familie Spohn entgegen. Foto: Viktoria Koenigs

Osnabrück. Wird bei einem Kind eine lebensverkürzende Krankheit festgestellt, stellt dies das Leben der gesamten Familie auf den Kopf und stellt sie vor schwierige Herausforderungen. In dieser Zeit steht ihnen in Osnabrück auf Wunsch der ambulante Kinderhospizdienst zur Seite. Dieser hat für seine Arbeit nun eine Spende in Höhe von 8000 Euro erhalten.

Wenn die Eltern 50 und 55 Jahre alt werden, die Tochter 18 und der Sohn seinen Bachelor-Abschluss geschafft hat, gibt es für eine Familie gleich vier gute Gründe, um zu feiern. So hielt es auch die Osnabrücker Familie Spohn, die bei ihrer "Party 2.0" auf Geschenke der Gäste verzichtete und stattdessen Spenden für den ambulanten Kinderhospizdienst sammelte.

"Unsere Kinder und wir sind gesund, nun möchten wir Leuten helfen, die nicht so viel Glück hatten", sagte Annette Spohn. Diesem Leitbild entsprechend fand auch ihre Feier am 2. August im Alando-Ballhaus statt. Rund 300 Gäste fanden sich ein – darunter Freunde aus Shanghai, die extra angereist waren – und spendeten 7000 Euro. Diese Summe ergänzten das Alando und die Familie selbst jeweils um zusätzlich 500 Euro, sodass zuletzt 8000 Euro an den Kinderhospizdienst übergeben werden konnten. 

Der ambulante Kinderhospizdienst und seine qualifizierten Ehrenamtliche bieten Familien, in denen ein Kind eine lebensverkürzende Krankheit hat, unbürokratische Hilfe. Diese wird auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Familien abgestimmt, um diese zu entlasten. Ab Beginn der Diagnose beraten und begleiten die Ehrenamtlichen das erkrankte Kind, dessen Geschwister und die Eltern und suchen nach zusätzlicher Hilfe durch Pflegedienste. Dazu Jan-Felix Simon:

Unsere Ehrenamtlichen sind einfach da und nehmen sich Zeit.

So werden für die erkrankten Kinder beispielsweise Ausflüge organisiert. Auch mit den Geschwistern, die oft unter dem Zeitmangel der Eltern leiden, den die Krankheit mit sich bringt, verbringen die Ehrenamtlichen Zeit und stehen ihnen und den Eltern mit Rat und Tat zur Seite. Zudem bietet der ambulante Kinderhospizdienst finanzielle Hilfe, da die Behandlung vieler Krankheiten sehr teuer ist und das Geld schnell knapp wird. "Mal helfen wir einer Familie, wieder gemeinsam in den Urlaub zu fahren. Ein anderes Mal besorgen wir den Kindern ein besseres Liegegestell." Die Möglichkeiten zur Hilfe und Unterstützung seien vielfältig und ganz individuell, sagt Jan-Felix Simon.

Familienvater Ralf Spohn, der Mitorganisator der Party, ist zugleich Mitglied im Osnabrücker Lions-Club, der als sogenannter Service-Club dafür bekannt ist, regelmäßig für karitative Zwecke zu spenden und entsprechende Projekte zu unterstützen.  Als kürzlich von dort eine Spende an den ambulanten Kinderhospizdienst erfolgte, entschloss er sich dazu,  mit seiner Privatfeier zu einer weiteren Unterstützung beizutragen.


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