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Konflikte um Ressourcen Zentrum für Demokratie und Friedensforschung in Osnabrück wird eröffnet

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Neue Akzente in der Friedensforschung: An der Universität Osnabrück stellten (v.l.) Prof. Ulrich Schneckener, Dr. Christiane Fröhlich und Prof. Arnulf von Scheliha die Schwerpunkte des neuen Zentrums vor. Foto: Universität OsnabrückNeue Akzente in der Friedensforschung: An der Universität Osnabrück stellten (v.l.) Prof. Ulrich Schneckener, Dr. Christiane Fröhlich und Prof. Arnulf von Scheliha die Schwerpunkte des neuen Zentrums vor. Foto: Universität Osnabrück

Osnabrück. Osnabrück ist bereits als Friedensstadt bekannt. Sie soll künftig aber auch ein Ort der Friedensforschung werden. Deswegen wurde an der Universität Osnabrück ein Zentrum für Demokratie und Friedensforschung (ZeDF) eingerichtet.

Das Zentrum besteht bereits seit dem vergangenen Jahr, es wird aber am Dienstag, 24. April, um 16 Uhr offiziell von der niedersächsischen Wissenschaftsministerin Johanna Wanka eröffnet.

„Unser Zentrum soll eine Ergänzung sein und das Label Friedensstadt untermalen“, sagt Prof. Ulrich Schneckener, Direktor des ZeDF. Es richtet sich dabei an verschiedene Fachbereiche, die mit dem Thema Frieden in Berührung kommen. Ob Theologie, Sozialwissenschaften oder Politikwissenschaft, das Zentrum ist ein Zusammenschluss aus verschiedenen Fachbereichen. „Es ist eine Art Plattform für alle Kollegen, ist aber auch an Studenten gerichtet“, erläutert Schneckener. So gibt es den Masterstudiengang „Demokratisches Regieren und Zivilgesellschaft“, der durch das Zentrum eingerichtet wurde.

Zur Eröffnung startet die Ringvorlesung „Kooperation oder Konflikte um Ressourcen?“. International renommierte Experten sind eingeladen, um in verschiedenen Vorträgen die Themen globale Klima- und Energiepolitik, Klimawandel, Ressourcen Boden und Wasser, Biodiversität und Landbewirtschaftung zu diskutieren.

Zum Auftakt der Ringvorlesung wird Prof. Michael Brzoska, Direktor des Instituts für Friedens- und Sicherheitspolitik der Universität Hamburg, einen Vortrag zum Thema „Ressourcen als Konfliktursache: Knappheit und Überfluss“ halten. „Highlight der Ringsvorlesung ist, dass wir den Sonderbeauftragten für das Recht auf Ernährung, Prof. Olivier de Schutter, für einen Vortrag gewinnen konnten“, sagt der Direktor des Zentrums. De Schutter ist Harvard-Absolvent und lebt in Belgien. Die Vorträge werden künftig immer dienstags, 16 bis 18 Uhr, im Schloss der Universität stattfinden und sind Teil eines vierjährigen Gastprofessuren-Programms. Dr. Christiane Fröhlich wird gleichzeitig am Zentrum zum Thema „Wasserkonflikte – Kriege um Wasser“ lehren und forschen.

Neben dem Fachgebiet Umweltkonfliktforschung spielt auch der Fachbereich Theologie eine Rolle. „Zwei Religionen werden sich einbringen – die christliche und islamische Theologie, denn es geht auch um die Berücksichtigung religiöser Probleme“, sagt Arnulf von Scheliha, Professor für evangelische Theologie. Die Ringvorlesung und der Forschungsaufenthalt von Gastprofessoren werden von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 50000 Euro gefördert. Mit der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) gibt es bereits eine gute Zusammenarbeit.


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