Ein Fest der Albernheit Rudi, Jaap Slagman und Danny Molenaar auf dem Theateracker

Brüllend komisch war der Auftritt der Komiker Jaap Slagman und Danny Molenaar am Mittwoch beim Theateracker am Piesberger Gesellschaftshaus.  Foto: Swaantje HehmannBrüllend komisch war der Auftritt der Komiker Jaap Slagman und Danny Molenaar am Mittwoch beim Theateracker am Piesberger Gesellschaftshaus. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Mit einem Griff ins Klo begann der Theateracker am Piesberger Gesellschaftshaus am Mittwochabend. Er endete mit einem Fest der Albernheit. .

Aus Belgien und den Niederlanden kamen die Künstler des dritten Theaterackers. Und mit Rudi sowie Jaap Slagman und Danny Molenaar haben die Macher der Varieté-Reihe drei komische Vertreter aus unseren Nachbarländern nach Osnabrück geholt. Rudi trat gar erst zum zweiten Mal in Deutschland auf, wie er nach seinem Auftritt erzählte.

Auftrag Klo-Reparatur

Zu einer Easy Listening-Version von „Volare“ betrat Rudi mit Blaumann, Leiter und Werkzeugkasten den Theateracker. Seine Mission war es, das defekte Klo zu reparieren, das im idyllischen Kastaniengarten auf einem Anhänger mit belgischem Kennzeichen abgestellt war. Doch es ging schief, was schief gehen konnte. Der Name des Programms war eben deswegen „Shit happens“.

Foto: Swaantje Hehmann

Die Frage „Was soll die Scheiße?“ war in einigen Gesichtern der Zuschauer abzulesen, die nicht sehen konnten, was in dem Klo passiert. Das war nämlich nur zu einer Seite offen. Zwar drehte sich die Klo-Kabine etwa nach der Hälfte des Auftritts zur Mitte des Auditoriums. Durch diese technische Einseitigkeit wurde der Humor von Rudi aber nicht allen Besuchern ersichtlich. Der Belgier erntete zwar Lacher, aber so richtig zündete seine Nummer nicht.

Feuerwerk der Albernheiten

Das war bei Jaap Slagman und Danny Molenaar anders. Sie brannten ein Feuerwerk der Albernheiten ab. Die Niederländer waren mit ihrem Programm „Pop up“ weltweit unterwegs, wie Conferencier Gunnar Kählke in seiner Anmoderation erzählte. Am Piesberger Gesellschaftshaus zeigten sie Auszüge aus ihrer neuen „Broos Show“, die „noch ein Baby ist und weiter wächst“, wie Slagman sagte.

Foto: Swaantje Hehmann

Slagman und Molenaar küssten und schlugen sich auf dem Theateracker. Slagman ließ sich mit Tomaten bewerfen, Molenaar brach in Tränen aus. Die beiden Komiker standen die meiste Zeit ihres Auftritts in Unterwäsche auf dem Theateracker, stritten sich auf Deutsch und Holländisch, holten aus dem Publikum einen Mann, der sie um einen Kopf überragte und zwei Jungs, die sie als Models umfunktionierten. Überhaupt spielte Kleidung, vor allem Arbeitskleidung, eine große Rolle im Auftritt der Niederländer. Wie die Village People waren sie Cowboy und Bauarbeiter. Das alles wirkte improvisiert, war urkomisch und total albern.

Lachtränen in den Augen

In der Ankündigung zum Auftritt von Slagman und Molenaar war zu lesen, dass das Publikum nach der Show „nach Hause tanzen geht“. Auf dem Weg dahin hatten am Mittwochabend viele Besucher des Theaterackers noch ein Lachen im Gesicht oder Lachtränen in den Augen. Das Duo feierte ein furioses Fest der Albernheit und sich selbst. Dafür wurde es von den Osnabrückern gefeiert.

Am kommenden Mittwoch kommt das Trio Mio mit einen Mix aus Jonglage, Diabolospiel und Akrobatik sowie das spanische Clown-Duo Slow Olou zum Theateracker. Anlässlich des 25. Jubiläums des Piesberger Gesellschaftshaus gibt es in diesem Jahr eine fünfte Auflage des Theaterackers. Die findet am 17. August statt.


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