Jan und Libett Vechtas Botschafter laden die Osnabrücker zum Stoppelmarkt 2019 ein

Jan und Libett bewerben den Stoppelmarkt in Vechta und laufen durch die Große Straße zur Geschäftsstelle der NOZ. Foto: Michael GründelJan und Libett bewerben den Stoppelmarkt in Vechta und laufen durch die Große Straße zur Geschäftsstelle der NOZ. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Wenn in der Osnabrücker Innenstadt Jahrmarktsmusik aus der Drehorgel erklingt, ist wieder eine Delegation aus Vechta zu Besuch. Angeführt von den Traditionsfiguren Jan und Libett wurde für den diesjährigen Stoppelmarkt geworben, der vom 15. bis zum 20. August stattfindet.

Wie in jedem Jahr wurden die historisch gewandeten Vechtaer Abgesandten von den NOZ-Medien, vertreten durch Marketingchef Guido Hartstang, auf der Großen Straße empfangen. Anders als in den vergangenen Jahren präsentierte die Gruppe ihre Trachten bei etwas kühleren Temperaturen. "Das ist vielleicht besser so, Ihr habt ja noch einen langen Tag vor euch", bemerkte Hartstang. Die Gruppe befindet sich auf einer zweiwöchigen Tour, um für das bedeutendste Volksfest Nordwestdeutschlands zu werben und hatte auch an diesem Tag insgesamt vier Stationen vor sich.

Besucherrekord im vergangenen Jahr

Dieser ehrenamtliche Einsatz mit Kostümen und Drehorgel scheint zu fruchten. Mehr als 800.000 Besucher verzeichnete der Stoppelmarkt im vergangenen Jahr. Auch 2019 locken mehr als 23 Großfahrgeschäfte aus ganz Europa und mehr als 20 Festzelte zum Feiern. Anja Sommer, die Vorsitzende des Vechtaer Marktausschusses, beschrieb die besondere Atmosphäre: "Es ist wie ein Klassentreffen. Alle kommen zusammen. Außerdem gibt es keine Sperrstunde, es wird rund um die Uhr gefeiert."

Gelebte Tradition

Der Stoppelmarkt in Vechta ist einer der ältesten Märkte in Nordwestdeutschland. Im Jahr 1298 wurde er zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Den Namen hat er seit 1577, als in Vechta die Pest wütete. Wegen der Seuche durfte der Markt nicht mehr innerhalb der Stadt abgehalten werden, sondern wurde auf die geernteten Kornfelder außerhalb verlegt. Die Tradition, dass die ländlichen Symbolfiguren Jan und Libett mit der Drehorgel umherziehen und die Werbetrommel rühren, gibt es seit etwa 40 Jahren. Fast so lange spielt Ulrike Schmidt schon die Libett. Im nächsten Jahr wird sie die Figur zum 40. Mal verkörpern. Jochen Zumbrägel übernimmt die Rolle des Jan seit rund 25 Jahren.

Auch das Spielen der Drehorgel ist Teil der Tradition. Foto: Michael Gründel

Neuerungen

Vom Stoppelmarkt nicht wegzudenken ist auch der Stoppelhopser. Der milde Korn wird anlässlich des Volksfestes von der Brennerei Meistermann in Bakum hergestellt. Seit einigen Jahren gibt es einen weiteren Kräuter-Stoppelhopser, der laut Sommer noch viel milder und selbst warm gut zu trinken ist.

Zum Stoppelmarkt gehört auch der Stoppelhopser. Foto: Michael Gründel

Außerdem ist die Einladung zum Stoppelmarkt, die Guido Hartstang stellvertretend für die NOZ Medien entgegennahm, erstmalig nicht nur in Briefform abgefasst. "Wir werden digital", verkündete Sommer. Hartstang nahm die Einladung dankend an und wünschte zum 721. Stoppelmarkt "ideale Rahmenbedingungen, wieder viele Hunderttausend Besucher und ein friedliches und einzigartiges Volksfest, das Vechta mit viel Strahlkraft in Norddeutschland und darüber hinaus im besten Sinne ins Gespräch bringt".


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