Tür an Tür mit Pferden Mädchen reiten und übernachten auf dem Reiterhof in Osnabrück

Spaß auf dem Reiterhof Schierbaum hatten Mariella, Lotte und Johanna (von links) von Samstag auf Sonntag. Foto: David EbenerSpaß auf dem Reiterhof Schierbaum hatten Mariella, Lotte und Johanna (von links) von Samstag auf Sonntag. Foto: David Ebener

Osnabrück. Ganz nah bei Pferden waren ein Dutzend Mädchen am Wochenende auf dem Reiterhof Schirmbaum. Sie ritten auf ihnen, aber sie schliefen auch nah bei ihnen.

Die Ferienpass-Aktion „Übernachtung auf dem Reiterhof“ gehört zu den beliebtesten des JZ Ostbunker. „Wir könnten es drei Mal in der Woche anbieten und es wäre immer voll“, sagt Sozialpädagogin Kristin Fahrland. Pferde stehen bei Mädchen nach wie vor hoch im Kurs. 

Kleine Pferde, genauer gesagt: Ponys, stehen bei der kleinen Lotte hoch im Kurs. Die Achtjährige sitzt auf Jim, der nicht mal einen Meter groß ist. „Auf ihm kann ich gut reiten. Und mit ihm kann ich auch kuscheln“, sagt Lotte. Das Pony Jim passe gut zu ihr, fügt sie an, weil beide klein sind. Lotte hat aber auch keine Angst vor großen Pferden, erzählt sie. Auf ihnen saß sie schon ein paar Mal, als sie bei einem anderen Reiterhof war.

„Die größten Pferde sind die liebsten“, sagt Antonia. Die Elfjährige hält Jim am Zügel und zieht ihn damit durch die Reithalle bei Schierbaum. Manchmal haben Pferde aber auch ihren eigenen Kopf, erzählt sie weiter. „Wenn sie durchgehen, muss man sich gut festhalten und im Kreis reiten. Dann beruhigen sie sich.“

Am Samstagnachmittag waren die Pferde aber entspannt, als die Mädchen auf sie durch die Halle ritten. Nach draußen ging es Sonntagmorgen nach dem Frühstück. Da die meisten Mädchen Anfängerinnen waren, sind die Pferde geführt worden. „Es bringt nichts, wenn man losreitet und nichts weiß. Man fährt ja auch nicht ohne Führerschein ein Auto“, sagt Joana. Die Mutter der 15-Jährigen arbeitet bei Schierbaum als Reitlehrerin; Joana arbeitet in den Ferien auf dem Reiterhof als eine Art Mädchen für alles. Da muss sie auch wegschaufeln, was die Pferde fallen lassen. Das gehört dazu, sagt sie. „Am Anfang war es noch eklig, aber man gewöhnt sich dran.“ Manchmal vergisst sie allerdings, dass sie nach Pferd riecht und dann wird sie von ihren Freundinnen mit seltsamen Blicken empfangen, erzählt sie lachend.

Pferdeäpfel mussten die Mädchen am Samstag und Sonntag nicht schaufeln. Aber sie mussten sich an ihren Geruch gewöhnen. Schließlich haben sie quasi Tür an Tür mit ihnen geschlafen. Ihre Betten haben sich die Mädchen am Wochenende in den Boxen zurecht gemacht, in denen sonst Pferde stehen. Für Lotte war das überhaupt kein Problem: „Für mich ist alles bequem.“


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