Klang sichtbar gemacht Joana Sälker hat Plakatmotiv für Kulturnacht entworfen

Frisch gedruckt: Joana Sälker mit „ihrem“ Plakat, das demnächst überall in der Stadt zu sehen sein wird. Foto: Michael GründelFrisch gedruckt: Joana Sälker mit „ihrem“ Plakat, das demnächst überall in der Stadt zu sehen sein wird. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Kann man Klang sehen? Das "Kulturextra"-Thema zur 19. Osnabrücker Kulturnacht sichtbar gemacht hat Hochschulstudentin Joana Sälker, die den Designwettbewerb für das Plakatmotiv gewonnen hat.

Ob Notenschlüssel, Schallwellen oder gar ein Saxofon: Der Interpretationsspielraum, den das frisch gedruckte Plakat für die 19. Osnabrücker Kulturnacht am 31. August erlaubt, ist fast genauso scheinbar unendlich wie die abgerundeten Linien, die darauf zu sehen sind. Denkt sie an Klang, kommen ihr Schwingungen in den Sinn, verrät Joana Sälker ihre erste Assoziation, als sie mit der Aufgabe konfrontiert wurde, das diesjährige „Kulturextra“-Thema Klang bildlich umzusetzen. 

Mit Kunst aufgewachsen

Wie ihre Mitbewerber hatte die 20-Jährige drei Wochen Zeit, um ihre Ideen umzusetzen. Seit September des vergangenen Jahres studiert sie an der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik der Hochschule Osnabrück „Media und Interaction Design“ – durchaus biografisch nachvollziehbar und folgerichtig, denn ihr Abitur hat sie im Fach Gestaltungstechnik gemacht und sie wurde von Kindesbeinen an von ihrem „Kunst-affinen Vater“ geprägt, wie sie sagt. Nur ab und zu setzt sie sich „zum Spaß“ ans Klavier. Sie hört zwar gern Musik, aber richtig ein Instrument gelernt hat sie bisher nicht. Das mag auch der Grund dafür sein, dass sie bei ihren Überlegungen zur Plakatgestaltung nicht an ein Saxofon und auch nicht an ein anderes konkretes Instrument gedacht hat, obwohl es im Ergebnis jetzt so aussehen mag. An Noten dagegen „sofort“, gibt sie zu. 

Mit Abstraktion überzeugt

Weitere 15 Plakatvorschläge, die unter der Leitung von Design-Professor Johannes Nehls entstanden sind, haben es in die engere Auswahl geschafft. Die Wahl fiel am Ende auch deshalb auf Sälkers Entwurf, weil man sich von den eher gegenständlichen Motiven der vergangenen Jahre habe „abheben“ wollen, betont die städtische Kulturfachbereichsleiterin Patricia Mersinger. Außerdem sei er nicht „zu überladen“ und lenke nicht von den Informationen ab. „Schlicht, aber doch schwungvoll“ wecke das Motiv die „Neugier auf Klang“, ergänzt Kulturnacht-Koordinatorin Anke Bramlage. Es setze „viele Assoziationen frei“, die mit jenem Klang zu tun haben, der zur Kulturnacht in der Luft liegt. Und der zuvor vielerorts buchstäblich zu sehen sein wird - dank Joana Sälker.


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