Spaß an der alten Technik Oldtimer-Treffen am kommenden Sonntag am Museum Industriekultur

Eine Parade betagter Autos kann am kommenden Sonntag beim Oldtimer-Treffen am Museum Industriekultur bestaunt und beguckt werden. Foto: David EbenerEine Parade betagter Autos kann am kommenden Sonntag beim Oldtimer-Treffen am Museum Industriekultur bestaunt und beguckt werden. Foto: David Ebener

Osnabrück. Die Faszination, die von alten Autos ausgeht, wollen die Mitglieder des Vereins Oldtimer IG Osnabrück am Sonntag, 21. Juli, beim Treffen auf dem Magazingelände des Museums Industriekultur begreifbar machen. Bei gutem Wetter werden bis zu 1000 Old- und Youngtimer erwartet, die bis zu eine Million Euro wert sind.

Oldtimer-Besitzer aus den Regionen im Weser-Ems-Gebiet, Ostwestfalen und des Ruhrgebiets werden am Sonntag die Adresse Süberweg 50A in Osnabrück in ihre Navis eingeben – wenn sie denn solche modernen Apparaturen benutzen. Das Magazingebäude ist seit einigen Jahren der Treffpunkt der Oldtimer-Freunde aus Nordwestdeutschland.

Nach dem Saisonauftakt am Ostermontag mit mehr als 1000 Teilnehmern ist Uwe Schmidt, Pressewart der Oldtimer IG Osnabrück e. V., optimistisch, dass diese herausragende Zahl auch am Sonntag wieder erreicht wird – falls das Wetter mitspielt. In den vergangenen Jahren waren Fahrzeuge aus den Anfängen bis zum Ende des vergangenen Jahrhunderts beim Treffen vertreten. Darunter waren Autos wie der Ford Model A, Mercedes-Benz 190, Aston Martin oder Horch, aber VW Käfer oder seltene Motorräder von Gillet oder Nimbus. Schmidt schätzt den Wert der Autos von 500 bis zu einer Million Euro. „Die Sammler sehen die Fahrzeuge aber nicht als Geldanlage, sondern haben Spaß an der alten Technik oder an der Karosserieform.“ Was für „normale“ Autobesitzer nervig ist, wie die Beschaffung von Ersatzteilen, macht für Sammler den Reiz bei Oldtimern aus. „Es ist eine Herausforderung“, sagt Schmidt und erzählt von einem Besitzer eines alten Porsches, bei dem die Scheibe kaputt gegangen war. Seine Suche führte ihn bis nach Kalifornien, wo er schließlich fündig wurde. Als das gute Teil in Deutschland ankam, bekam er einen Tipp, dass in einer Scheune bei Bissendorf alte Porsche-Windschutzscheiben lagern sollten. Da habe der Sammler gleich einen Vorrat eingekauft.

Für das Publikum seien die alten Autos ebenfalls interessant, glaubt Schmidt. Bei vielen Besucher kämen Erinnerungen hoch. „Da kann der Opa der Enkelin erzählen, dass er in so einem Auto groß geworden ist.“

Für die Besucher und die Teilnehmer ist der Eintritt zum Oldtimer-Treffen kostenlos. Sie können sich stilecht am historischen Eiswagen, einem Volkswagen Typ2 T3, abkühlen oder ihren Durst im London-Doppeldeckerbus aus dem Jahr 1959 löschen. Das Treffen beginnt um 10 Uhr, das Ende ist offen.


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