Der Sommer auf dem Westerberg Bilanz der Reihe „Live im Grünen“ nach dem Bergfest

Zum Musik hören, quatschen und Bier trinken treffen sich die Leute mittwochs und sonntags bei der Reihe "Live im Grünen" am Büdchen. Foto: André HavergoZum Musik hören, quatschen und Bier trinken treffen sich die Leute mittwochs und sonntags bei der Reihe "Live im Grünen" am Büdchen. Foto: André Havergo 

Osnabrück. Vor fünf Jahren fand das erste Konzert in der Reihe „Live im Grünen“ am Büdchen auf dem Westerberg statt. Mit dem Auftritt von Bad Temper Joe am Mittwoch, 17. Juli, feiern die Veranstalter das diesjährige Bergfest. Zeit, eine doppelte Bilanz zu ziehen.

Die Jazz-Band K-Dur war die erste, die am 1. Juli 2015 auf der Bühne am Büdchen stand. Die Gruppe besteht nicht mehr, sie firmiert jetzt unter dem Namen Don Kurdelius & The Mindless Orchestra. Bei „Live im Grünen“ ist aber noch immer alles wie gehabt.

Die Idee zu der Reihe hatte Büdchen-Wirt Michael Werner. Er hatte gehört, dass die Timezone-Bühne auf der Maiwoche gut lief und rief spontan Gerald Oppermann an, der das Label Timezone-Records zusammen mit Holger Gechter leitet. „Sechs Wochen später stand das Programm und die Bühne“, erzählt Werner. Im Wochentakt finden seitdem Konzerte auf dem Westerberg statt. Mittlerweile stehen dort auch sonntags Musiker auf der Bühne.

Einer, der in den vergangenen fünf Jahren in jedem Sommer mit dabei war, ist der Blues-Musiker Bad Temper Joe. Er gehört, wie fast alle Musiker, die bei „Live im Grünen“ auftreten, zum Portfolio von Timezone-Records. Er sagt, er habe kein schlechtes Jahr auf dem Westerberg erlebt. Dass die Zuschauer reden, wenn Musiker auf der Bühne stehen, störe ihn zwar, sagt er unumwunden. Aber das sollte man wissen, wenn man bei „Live im Grünen“ auftritt. „Mir wurde gesagt, dass es dort noch nie so ruhig war wie bei meinen Konzerten.“ Er hofft darauf, dass es am Mittwoch auch so sein wird. Dann kommt er mit dem Banjo-Spieler David Lübke zum Büdchen.



Bad Temper Joe passe perfekt zur Livemusik-Reihe, glaubt Gerald Oppermann. „Er kann die Leute unterhalten, er spielt Blues für ältere und jüngere Leute und er hat einen trockenen Humor.“ Dass die Leute still sind und ihm zuhören, liege daran, dass er Charisma habe.

Viele Leute kommen zum Büdchen, weil sie wissen, dass es mittwochs im Sommer immer Live-Musik gibt. Mittlerweile kommen sie aber auch gezielt, um bestimmte Musiker zu sehen, sagt Michael Werner. Natürlich spielt das Wetter bei der Open Air-Veranstaltung eine Rolle. In diesem Jahr seien sie bis auf zwei Mal vom Regen verschont geblieben, so der Wirt. Bei Miss Rockester am 19. Juni habe es einen kräftigen Wolkenbruch gegeben. „Da haben viele das Büdchen zum ersten Mal von innen gesehen“, scherzt Michael Werner. Nachdem der Regen aufgehört hat, sei es aber draußen weiter gegangen.

Ansonsten sei die Bilanz des bisherigen Sommers „super“, wie Oppermann und Gechter sagen. Für sie ist die Reihe „Live im Grünen“ eine perfekte Bühne, um ihre Bands zu präsentieren. Dadurch, dass hauseigene Künstler auf dem Westerberg auftreten, sei es aber auch einfacher, ein Programm auf die Beine zu stellen. „Mittlerweile wollen viele Bands dort spielen“, so Oppermann.

Einer der Höhepunkte des sommerlichen Reigens auf dem Westerberg ist das Büdchenfest. Das findet in diesem Jahr vom 25. bis 28. Juli statt. Es wird von der Werner-Borgmann-Band eröffnet, am Freitag spielt Deine Lieblingsband und am Samstag First Take mit Verstärkung. Am Sonntag stehen die 20-köpfige Tommy-Schneller-Big-Band unter der Leitung von Thomas Stanko und die RootBirds auf der Bühne. Der musikalische Sommer auf dem Westerberg endet am 29. September mit dem Auftritt der Albers Ahoi Band aus Hamburg, die Lieder von Hans Albers und Shantys vorträgt.

Alle Infos unter https://buedchen-os.de/live-im-gruenen/.


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