Reaktion auf Angebot der Stadtwerke Linke Osnabrück: Bei Gründung der Wohnungsgesellschaft nichts übereilen

Im Februar sammelte das Osnabrücker Bündnis für bezahlbaren Wohnraum noch Unterschriften, um einen Bürgerentscheid herbeizuführen - mit Erfolg. Jetzt muss die Stadt eine Wohnungsgesellschaft gründen. Foto: Archiv/Michael GründelIm Februar sammelte das Osnabrücker Bündnis für bezahlbaren Wohnraum noch Unterschriften, um einen Bürgerentscheid herbeizuführen - mit Erfolg. Jetzt muss die Stadt eine Wohnungsgesellschaft gründen. Foto: Archiv/Michael Gründel

Osnabrück. Die Osnabrücker Ratsfraktion der Linken hat mit reichlich Skepsis auf das Angebot der Stadtwerke reagiert, die kommunale Wohnungsgesellschaft unter ihrem Dach zu gründen.

„Es darf hier keine überhastete Entscheidung gefällt werden", werden in einer Pressemitteilung die beiden Ratsfrauen Giesela Brandes-Steggewentz und Heidi Reichinnek zitiert: "Schnell schnell, ist leider schnell schlecht!“  

Ende Mai hatten die Osnabrücker in einem Bürgerentscheid mit großer Mehrheit für die Gründung einer kommunalen Wohnungsgesellschaft gestimmt. "Eine Angliederung als eine Tochter der Stadtwerke war damit sicher nicht gemeint!", so die beiden Linken. 

Reichinnek und Brandes-Steggewentz hinterfragen, wie unter dem Dach einer gewinnorientierten Aktiengesellschaft wie den Stadtwerken eine Beteiligung der Bürger möglich sein soll, wo dort doch schon die Mitsprachemöglichkeit des Stadtrats begrenzt sei, weil nur die größeren Fraktionen einen Sitz im Aufsichtsrat der Stadtwerke haben. 

"Die neu zu gründende kommunale Wohnungsgesellschaft muss mehr sein, als eine Bauinvestoren-Tochter der Stadtwerke", so die beiden Linken. "Sie muss selber bauen, aber auch den Blick auf die Wohnungen im Bestand richten. Nur wenn hier breite Rekommunalisierung ehemaliger städtischer Wohnungen möglich ist, können wir eine spürbare Veränderung des angespannten Wohnungsmarktes erreichen." 

 


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN