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Osnabrücker Club unterstützt Wiederherstellung der Wandmalerei in der Bergkirche 5000 Euro für ein Ornamentfeld

Von Henning Müller-Detert

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Finanzspritze für die Kirchenrenovierung (von links): Bruno Switala, Pastorin Ilse Landwehr, Fritz Brickwedde und Alfred Mengel bei der Übergabe. Foto: Michael HehmannFinanzspritze für die Kirchenrenovierung (von links): Bruno Switala, Pastorin Ilse Landwehr, Fritz Brickwedde und Alfred Mengel bei der Übergabe. Foto: Michael Hehmann

Osnabrück. Ältere Kirchgänger können sich noch erinnern: Bis in die Vierzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts war die Kanzelwand der Bergkirche nicht schlicht weiß, sondern bemalt. Nach mehr als 60 Jahren wurden nun die ursprünglichen Malereien wiederhergestellt. Bleibt die Frage der Finanzierung. Die Stiftung des Osnabrücker Clubs steuerte nun 5000 Euro bei.

Fritz Brickwedde, Vorsitzender des Stiftungsrates, überreichte Pastorin Ilse Landwehr sowie Alfred Mengel und Bruno Switala vom Kirchbauverein der Bergkirche den Scheck. „Ziel der Stiftung ist es, den Zusammenhalt in Osnabrück und das bürgerschaftliche Engagement zu stärken“, sagte Brickwedde. Dabei würden zum Beispiel soziale und kulturelle, aber auch denkmalpflegerische Projekte unterstützt.

Dazu gehört die Bergkirche, die in den vergangenen Jahren aufwendig restauriert wurde. Für die Wiederherstellung der Malereien hatte sich eigens der Kirchbauverein mit Mengel als Vorsitzendem gegründet. An der Kanzelwand war lediglich der Bibelspruch „Selig sind die Gottes Wort hören und bewahren“ erhalten geblieben, allerdings auch in anderer Farbgebung.

Nun wurden die Malereien am Sockel der Kanzel, am Fries unterhalb der Orgelempore und am Bogenfeld mit den vier Evangelisten wiederhergestellt, berichtet Architekt Frank Güsewelle vom Hannoveraner Büro Woelk und Wilkens.

Mit der Spende der Stiftung konnte das Ornamentfeld, das als Symbol für das Johannesevangelium steht, finanziert werden. Auf der Internetseite www.bau-bergkirche.de ist außerdem einsehbar, welche Ornamente von welchen Spendern bereits finanziert wurden.

„Die ursprüngliche Schönheit der Bergkirche ging ein wenig verloren“, sagte Mengel über die früheren Umgestaltungen. Dabei sei das Bauwerk in seiner ursprünglichen Gestaltung „Impulsgeber“ für andere reformierte Kirchen gewesen, erläuterte Switala. Nun möchte der Kirchbauverein nach Möglichkeit noch ein weiteres Element der Bergkirche wiederherstellen: Die untere Fensterreihe habe nur eine „Nachkriegsnotverglasung“, so Mengel. Anhand eines erhaltenen Exemplars könnten allerdings die alten Fenster reproduziert werden. Derzeit suche man nach Finanzierungsmöglichkeiten.

Die Stiftung des Osnabrücker Clubs war im April 2011 gegründet worden. Jedes Mitglied leistete einen Beitrag zum Stiftungsvermögen und spendet für laufende Projekte, erläuterte Brickwedde. Derzeit kann die Stiftung jährlich rund 20000 Euro für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung stellen.


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