Schicke und humorvolle Abschlussfeier Neue medizinische Fachangestellte starten in Osnabrück in eine sichere Zukunft

Die frisch ausgebildeten medizinischen Fachangestellten mit Heiko Risius (links im blauen Anzug) von der Ärztekammer, der durch die Feier führte. Foto: Swaantje HehmannDie frisch ausgebildeten medizinischen Fachangestellten mit Heiko Risius (links im blauen Anzug) von der Ärztekammer, der durch die Feier führte. Foto: Swaantje Hehmann
Swaantje Hehmann

Osnabrück. Die 158 neuen medizinischen Fachangestellten (MFA) feierten ihren Abschluss im Steigenberger Hotel Remarque. Dr. med. Heiko Risius von der Ärztekammer führte humorvoll durch die Feier. Die MFA können optimistisch in ihr Berufsleben starten.

Die Gründe mit der Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten anzufangen, waren vielfältig. Die eine fand den Kontakt mit Patienten spannend, die andere war für eine Krankenschwester-Ausbildung zu jung, die nächste interessiert sich für Medizin, konnte es aber nicht studieren. Vor drei Jahren startete die jüngste mit 16, die älteste mit 19 in die Ausbildung. Jetzt sind sie hier, im Steigenberger Hotel Remarque und feiern einen Abschluss, der ihnen einen sicheren Arbeitsplatz verschaffen wird. 

Eine Handvoll Männer

Über die Feier wussten die Absolventen im Vorfeld nichts. Umso größer war die Überraschung, als sich die Türen zum Saal "Westfälischer Friede" öffnete und den Blick auf runde, eingedeckte Tische frei wurde. Die Ärztekammer lud die Absolventen und ihre Familien zu Kaffee und Kuchen ein. Dr. med. Heiko Risius, stellvertretender Vorsitzender der Bezirksstelle Osnabrück der Ärztekammer, begann die Feier mit dem Gerücht, es seien auch ein paar Männer unter den 158 Absolventen, was sich als richtig herausstellte. 

Der Berufsalltag eines MFA sei sehr interessant, wenn man Wert auf ständige Weiterbildung lege. Besonders wegen der Digitalisierung und der neuen Datenschutzverordnung, seien die MFA vor Herausforderungen gestellt.

Hat Sokrates Recht? 

Ute Grass von der BBS Pottgraben begann ihr Rede mit einem Zitat über die Jugend, in dem es heißt: "Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte." Dieses Zitat ist über 2400 Jahre alt und stammt von Sokrates. Diese Vorwürfe habe sie in den drei Jahren Ausbildung gemäß einer Studie widerlegt. In ihrem Unterricht habe sie ein paar Dinge feststellen können. Zum Beispiel "Jeder macht was er will, keiner was er soll, aber alle machen mit." Ihre haarscharfen Analysen des Unterrichtsgeschehen, sorgten bei den Absolventen für einiges Schmunzeln. 

Gertrud Remark von der BBS Melle zitierte Barack Obama aus einer Netflix-Serie. Er meinte, ein Titel (wie Präsident der USA) sage wenig darüber aus, ob man ein gutes Leben geführt habe. Es gäbe immer noch mehr zu lernen und mehr zu arbeiten.

Zeugnisverleihung mit Charme

Heiko Risius ehrte die drei mit den besten Prüfungsergebnissen. Als die dritte nicht auftauchte, meinte er scherzhaft "Dafür braucht die aber ein Attest." Den Blumenstrauß übergab er kurzerhand der Organisatorin Maria Dreyer von der Ärztekammer. Manch einen Namen kommentierte er herzlich. Als die Eltern sich zögernd hinstellten um ein Foto zu machen, rief er sie freundlich auf, nach vorne zu kommen. Am Ende wünscht er sich noch ein Foto mit den drei besten Schülern. "Das klebe ich dann auch in mein Fotoalbum. Oder ich lade es bei Facebook hoch." 

Zur Sache

Medizinische Fachangestellte
Medizinische Fachangestellte, besser bekannt als Arzthelfer, kümmern sich um einen reibungslosen Ablauf in Arztpraxen. Sie arbeiten am Empfang, organisieren Termine und sorgen für Hygiene. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Blutabnahme und das Verband legen. Sie erfassen Werte im Labor und schreiben Überweisungen und Abrechnungen für die Krankenkassen. Die Qualifizierung erfolgt in einer dreijährigen Ausbildung, die teils schulisch und teils praktisch in einer Arztpraxis oder Ambulanz erfolgt. 



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