Osnabrücker Extremläufer McGurk will für Kinderhilfe und Klimaschutz durch die Arktis wandern

Die Gesellschafter der Steuerberatungsgesellschaft "Klöker & Partner" Markus Wulftange (links) und Thomas Helbig (rechts) unterstützen John McGurk mit 3.000 Euro. Foto: Franziska SpeckerDie Gesellschafter der Steuerberatungsgesellschaft "Klöker & Partner" Markus Wulftange (links) und Thomas Helbig (rechts) unterstützen John McGurk mit 3.000 Euro. Foto: Franziska Specker

Osnabrück. Bereits mehr als eine Million Euro hat der Extremsportler John McGurk durch seine Benefizläufe für notleidende Kinder gesammelt. Das nächste Projekt des Vorsitzenden des Vereins "sportler 4 a childrens world" ist eine Wanderung durch die Arktis, um Spenden für misshandelte Kinder zu sammeln und auf den Klimaschutz aufmerksam zu machen.

70 Kilometer im tiefsten Winter bei Minus 40 Grad Celsius zurücklegen: Kein leichtes Ziel, was sich John McGurk für den Januar 2020 ausgesucht hat. Fünf Tage soll die Wanderung gehen, die McGurk unter anderem zusammen mit Sven Kösters für "sportler 4 a childrens world" über eine schottische Extremsportagentur machen wird. "Es steht fest. Es gibt keine Rückkehr mehr", erzählt McGurk. Und weiter: "Der Start ist mitten im Winter am 20. Januar. Am ersten Tag werden wir uns an die Kälte gewöhnen. Auf die restlichen Tage werden dann die 70 Kilometer aufgeteilt. Und wenn alles gut geht, kommen wir am 25. Januar wieder." 

Lebensaufgabe Kinderhilfe

Warum er das auf sich nimmt, hat zwei Gründe. Zum einen seien da die Spenden für missbrauchte Kinder. Das Geld erhält die schottische Hilfsorganisation "Children 1st", die sich für missbrauchte und vernachlässigte Kinder in Schottland einsetzt. Mit der Organisation ist McGurk selbst eng verbunden, weil er als Kind "diesen Leidensweg gegangen" und durch die Organisation von der Straße geholt worden sei. Zum anderen will er mit der Arktis-Wanderung auf den nötigen Klimaschutz aufmerksam machen. 

McGurk fühle sich selbst sehr mit der Natur verbunden und betont die Wichtigkeit des Klimaschutzes: "Es ist allgegenwärtig. Es geht nicht nur darum, was die kleine Greta Thunberg macht. Wir machen das, weil es kein neuartiges Problem ist." Für ihn sei es wichtig, Verantwortung zu übernehmen und überhaupt etwas zu tun: "Wir machen es in kleinen Schritten, bescheidenen Schritten. Aber Hauptsache man tut etwas. Wir wissen aus 30 Jahren Erfahrung, dass auch kleine Dinge helfen."

Die Steuerberatungsgesellschaft "Klöker & Partner" hat sich angesichts der Pläne von McGurk eigenständig beim Läufer gemeldet und eine Projektförderung in Höhe von 3000 Euro angeboten. "Ich bin unheimlich dankbar, dass sich "Klöckner & Partner" gemeldet haben", sagt McGurk. Die Steuerberatungsgesellschaft hatte schon in der Vergangenheit einige gemeinnützige Projekte unterstützt und sich in diesem Jahr für den "Arctic Treck" von McGurk entschieden, weil es "ein außergewöhnliches Projekt" sei, erklärt Gesellschafter Thomas Helbig. Für McGurk beginnt ab nun die Spendersuche, und Gesellschafter Markus Wulftange erzählt: "Wir freuen uns, dass wir die Startgeber sind".

"Meine große Stärke: Mein Herz und mein Wille"

McGurk reizt neben dem Spendensammeln, vor allem auch die Herausforderung für den Menschen, um damit andere zu begeistern. "Die Leute sollen die Augen aufbekommen und weg vom Sofa", betont er. So will er vor allem Jugendliche motivieren und plant seine Wanderung filmisch zu begleiten, um ihnen das Gefühl und die Natur nahezubringen. Ein Konzept, wie er sich auf diese Herausforderung vorbereitet, habe er nicht: "Auf 40 Grad Celsius kann man nicht trainieren." Das Wichtigste liege für ihn woanders: "Meine größte Stärke: Mein Herz und mein Wille".

Eines fehle aber dennoch: "Alles, was ich haben muss, muss Minus 40 Grad aushalten", so McGurk. Deshalb wünsche er sich, auch eine Spende in Form von Ausrüstung erhalten zu können.


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