"Kein Ersatzplanet" Pädagogische Energieberatung in Osnabrück: Klimaschutz im Fokus

Foto: Jörn MartensFoto: Jörn Martens

Osnabrück. 27 Osnabrücker Schulen haben im Schuljahr 2018/19 am Energiesparprojekt „Schalt mal ab“ teilgenommen. Im Friedenssaal durften sie nun dafür Auszeichnungen in Empfang nehmen.

Wer heute über Energiesparen spricht, der spricht auch über Klimaschutz. Dass dieses Thema in vergangener Zeit massiv in den Fokus gerückt ist, spiegelte sich auch in der Ansprache von Ratsherr Fritz Brickwedde (CDU) im Friedenssaal des Rathauses wider. Er lobte die Schülerinnen und Schüler, die bei dem Projekt „Schalt mal ab“ teilgenommen haben: „Ihr demonstriert nicht nur, sondern tut auch was in den Schulen.“ Das sei mindestens genauso wichtig – wenn nicht sogar wichtiger.

In Osnabrück werde durchaus schon viel für die Umwelt getan, betonte Brickwedde – „auch wenn wir selbst wissen, dass das nicht reicht und wir noch mehr tun müssen“. Umstellung der Busflotte auf E-Fahrzeuge, ein Park-&-Ride-System, Bau von mehr Passivhäusern: Ideen sind vorhanden. 

Die Kinder von der Elisabethschule waren in einheitlichen roten T-Shirts angetreten und schilderten reihum die Probleme, die die Erderwärmung mit sich bringe: „Die Pole schmelzen, Korallen sterben, es entstehen trockene Gebiete.“ Und sie fassten zusammen: „Es gibt keinen Ersatzplaneten, auf dem wir leben könnten.“ 

Sämtliche Schulen, die bei „Schalt mal ab“ dabei waren, erhalten eine Urkunde. Außerdem ist die Teilnahme an der pädagogischen Energieberatung mit mehr als 37.000 Euro dotiert, die anhand eines Schlüssels auf die Schulen aufgeteilt werden.

Was genau passiert bei dem Prinzip der „pädagogischen Energieberatung“, die hinter „Schalt mal ab“ steckt? „Durch Forschungsprojekte erlernen die Schülerinnen und Schüler in verständlicher Form alltagstaugliche Tipps zum Klimaschutz – für die Schule und zu Hause“, berichtet der Lehrer Henrik Peitsch, der das Projekt seit dem Start im Jahr 2012 verantwortlich betreut. Gesunde Ernährung, umweltschonende Stromnutzung, Entstehung und Folgen des Treibhauseffektes und vieles mehr stehen auf dem Themenplan. 

Junge Energiemanager übernehmen in den Schulen Verantwortung für die Einhaltung der gemeinsam erarbeiteten Regeln für den richtigen Umgang mit Energie in ihrem Klassenraum. Sie geben das neu gewonnene Wissen an alle anderen in der Schule weiter. Die pädagogische Arbeit orientiert sich dabei an der Leitidee der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung.

Die Finanzierung der Prämie und die pädagogische Arbeit werden aus Mitteln des Eigenbetriebs Immobilien- und Gebäudemanagement der Stadt finanziert.   


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN