Veranstaltung im Osnabrücker Kreishaus Bürgerdialog zur A33-Nord endet mit einem "Infomarkt"

Osnabrück:  #Landkreis_Bürgerdialog A 33 Nord / Infomarkt im Kreishaus.  Foto: Jörn MartensOsnabrück: #Landkreis_Bürgerdialog A 33 Nord / Infomarkt im Kreishaus. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Offiziell endete der Bürgerdialog zur A33-Nord im Jahr 2017, doch jetzt lud die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr noch ein weiteres Mal zu einer Informationsveranstaltung über die geplante Trasse.

In den nächsten drei Monaten soll es soweit sein: Die Planfeststellung für das Projekt A33-Nord wird beantragt, ein weiterer Schritt auf dem Weg zum sogenannten Lückenschluss, den die Kritiker als vollkommen überflüssigen Weiterbau einer in dieser Form ausreichenden Autobahn bezeichnen. Vor diesem wichtigen Schritt hatten Interessierte und Betroffene im Kreishaus noch einmal die Möglichkeit, sich auf einem "Infomarkt" über den aktuellen Planungsstand und den voraussichtlichen Ablauf des Planfeststellungsverfahrens zu informieren. 

Video-Animation

Im Foyer vor den Sitzungssälen waren dafür zahlreiche Stellwände platziert, auf denen unterschiedlichste Themen erläutert wurden. Planerische Herausforderungen, Natur- und Umweltschutz, Pressestimmen - vieles wurde angeboten, wenn auch die Pressestimmen eine bloße Schlagwortsammlung in Form einer Sonne waren. Auch eine Video-Animation der geplanten Trasse konnten sich die Besucher anschauen.

Trassenverlauf 

Großer Andrang herrschte aber vor allem an der Stellwand, an der Planer Eckhard Altevogt über den Trassenverlauf informierte. Und hier ging es auch mal zur Sache: Als Altevogt etwa über die im Vergleich zum Vorentwurf deutlich verstärkten Lärmschutzmaßnahmen sprach, unterbrach ihn eine Betroffene mit deutlichen Worten: "Wir brauchen das jetzt nicht schönzureden. Die ganze Sache ist einfach nicht schön." 

Scharfe Kritik

Obwohl viele Gegner des sogenannten Lückenschlusses dem Bürgerdialog schon früh den Rücken gekehrt hatten, gehörten deutliche Worte und scharfe Kritik von Anfang an dazu. Cord Lüesse, Leiter der Osnabrücker Geschäftsstelle der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, erklärte, es habe ihn keinerlei Mühe gekostet, mit den Anwürfen umzugehen. "Natürlich erlebt man da immer wieder Beschimpfungen oder sogar Bedrohungen, aber das ist bei solchen Themen völlig normal." Lüesse hob außerdem hervor, dass es sich um das bundesweit erste Projekt handelte, bei dem die Straßenbau-Behörde regelmäßige Wasserstandsmeldungen an die Öffentlichkeit gegeben hat. "Ich finde, das hat alles wunderbar funktioniert!"


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