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Wulff und Pistorius eröffnen Ausstellung 93 kunterbunte Bären im Zoo Osnabrück für Frieden und Toleranz

Von Matthias Liedtke

Farbenfroh, phantasievoll und mit einer wichtigen Botschaft präsentieren sich die 93 Bärenskulpturen der Ausstellung. Foto: Gert WestdörpFarbenfroh, phantasievoll und mit einer wichtigen Botschaft präsentieren sich die 93 Bärenskulpturen der Ausstellung. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Im Zoo Osnabrück wurde die Ausstellung "The Art of Tolerance" mit 93 "Buddy Bears", Landesinnenminister Boris Pistorius und Schirmherr Christian Wulff eröffnet.

Zum zweiten Mal nach 2011 sind die Berliner „United Buddy Bears“ vorrübergehend in den Osnabrücker Zoo gezogen. Bis Ende Juli bilden sie in dessen Herzen unweit des Affentempels Hand in Hand einen Kreis, um unter dem Motto „The Art of Tolerance“ ein buntes Signal für Frieden, Toleranz und Völkerverständigung zu setzen. Insgesamt 93 gleichförmige, aber von Künstlern aus unterschiedlichen Nationen individuell und landestypisch gestaltete Bärenskulpturen haben einen Paten aus der regionalen Wirtschaft gefunden. Jeder von ihnen spendete 2000 Euro für das neue Löwengehege sowie 500 Euro für die Stiftung „Eine Zukunft für Kinder“.

Foto: Gert Westdörp

Vielfalt statt Einfalt

Unterschiede sollten akzeptiert und „nicht als Problem, sondern als Chance“ begriffen werden, sagte Landesinnenminister Boris Pistorius bei der feierlichen Eröffnung der Ausstellung am Samstag in einem Plädoyer gegen Hass, Ausgrenzung und Gewalt. Wie bei Tieren sollte auch bei Menschen „Diversität selbstverständlich“ sein, fügte „Buddy Bears“-Initiatorin Eva Herlitz hinzu. In der Vielfalt sei es wichtig, über Kooperation „Zusammenhalt zu schaffen“, betonte zudem Ex-Bundespräsident Christian Wulff als Schirmherr. Kinder der Franz-Hecker- und der Rosenplatzschule gingen bei der musikalischen Gestaltung des Rahmenprogramms diesbezüglich mit gutem Beispiel voran.

Foto: Gert Westdörp


Foto: Gert Westdörp

Bärenstark für die Löwen

Die bärenstarken Botschafter genau zu betrachten und nach den ländertypischen Gestaltungsmerkmalen zu schauen, macht viel Spaß: So findet sich auf dem ägyptischen Bär der Nil wieder, die besondere Tierwelt Mittelamerikas schmückt den Costa Rica-Bär und Aladin schwebt mit seinem fliegenden Teppich über den Irak-Bär und erinnert an die Geschichten aus 1001 Nacht. 

Zoogeschäftsführer Andreas Busemann freut sich über die zusätzlichen Zoobewohner. Das Besondere: Die Bären helfen sowohl dem Osnabrücker Zoo, genauer gesagt den Löwen, als auch Kinderprojekten. „Wir haben die Bären für jeweils 2.500 Euro an regionale Unternehmen verpatet: 2.000 Euro gehen an die Vergrößerung der Löwenanlage und 500 Euro gehen an die Stiftung ‚Eine Zukunft für Kinder‘ von Kinder-Botschafter John McGurk“, erläutert Busemann. 

Foto: Gert Westdörp

Wo können Besucher die Bären sehen?

Die „United Buddy Bears“ stehen im Kreis am sogenannten „Affentempel“, wo sie von allen Besuchern genau betrachtet werden können. „Der Zoo ist ein Familienort und diese Ausstellung ist für Erwachsene wie für Kinder spannend und interessant. Schon im Kindesalter ist es wichtig das Thema Toleranz zu vermitteln und auch uns Erwachsenen tut es gut, immer wieder daran erinnert zu werden – von daher stehen die Bären hier genau richtig“, ist sich Zoopräsident Reinhard Sliwka sicher.

 Die Bärenausstellung ist täglich während der Zooöffnungszeiten von 8 Uhr bis 18:30 Uhr (letzter Einlass 17:30 Uhr) im Zoozentrum zu besichtigen.


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