Tanz verbindet Generationen Dance Company 60 plus trifft Jugendclub im Emma-Theater

Bunte Mischung: Die Dance Company 60 plus. Foto: Dance Company OsnabrückBunte Mischung: Die Dance Company 60 plus. Foto: Dance Company Osnabrück

Osnabrück. Mit einem "Tanz der Generationen" zeigten der Jugendclub Tanz und die Dance Company 60 plus im Osnabrücker Emma-Theater, dass Tanzen über alle Altersstufen hinweg verbindet.

Tanzen ist nicht allein der Jugend vorbehalten. Ihren ersten Auftritt in der Ballettschule hatte die 71-jährige Dame, die im ausverkauften Emma-Theater ein Solo gibt, im Alter von vier Jahren. Heute sei es zwar eine „andere Herausforderung“, aber der Tanz helfe ihr nach wie vor als Antrieb zur „Lebensfreude und Lebensenergie“, sagt sie als eine von 18 Protagonisten, die ihre „Lebensfarben“ tänzerisch auf die Bühne bringen. Entsprechend bunt gekleidet und gemischt ist die Gruppe, die zunächst scheinbar ungeordnet umherschlendert, um sich dann aber paarweise zu formieren, eine Art gegenläufige Schunkelpolonäse und schließlich einen Kreis zu bilden, der sich wiederum elegant in Paartänzen auflöst. 

Bunter Stilmix

Es handelt sich um ein Projekt, dass die zweimal im Monat trainierende 60 plus-Gruppe der Dance Company Osnabrück unter der Leitung von Marine Sanchez Egasse und Mauro de Candia eigens für die Tanzwoche auf die Beine gestellt hat. „Gemeinschaft“, „Glück“ oder „Entfaltung“ lauten die Antworten der Tänzer auf die Frage, was Tanz für sie bedeutet. Als Pianist Wladimir Krassmann mit „Sirtaki“ antwortet, ist der entsprechend folgende Tanz nur einer aus einer Vielfalt von musikalischen Stilen, zu denen sich die Senioren Choreografien ausgedacht haben.


Junge Tänzerinnen gab es diesmal nur im Vorprogramm. "Lebensfarben" tanzte im Emma-Theater die Dance Company 60 plus .Foto: Hermann Pentermann


 

Vielfalt der Emotionen

Als „Tanz der Generationen“ war die Premiere angekündigt. Dem Jugendclub, der bereits am Sonntag die Tanzwoche eröffnet hatte, blieb diesmal allerdings nur die Rolle des Vorprogramms. Mit mal sanft und leichtfüßig fließenden, mitunter schwebenden und mal kantig marionetten- oder roboterhaften Bewegungsabläufen drückten die fünf Jugendlichen unterschiedliche Emotionen und Persönlichkeiten aus – entweder für sich allein oder in der Begegnung und szenischen Interaktion. Genauso wie die älteren Tänzerinnen im Anschluss. Auch wenn der Abend zweigeteilt war, veranschaulichte er so das generationenübergreifende Potenzial des Tanzens.


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