Mieten im Landwehrviertel Osnabrücker Bürgerforum spricht über bezahlbaren Wohnraum

Ein neues Wohngebiet: Im Bürgerforum für die Stadtteile Eversburg und Hafen diskutierten Anwohner über bezahlbare Mieten im Landwehrviertel. Foto: Archiv/Gert WestdörpEin neues Wohngebiet: Im Bürgerforum für die Stadtteile Eversburg und Hafen diskutierten Anwohner über bezahlbare Mieten im Landwehrviertel. Foto: Archiv/Gert Westdörp

Osnabrück. Können sich auch weniger begüterte Menschen eine Wohnung im künftigen Landwehrviertel in Atter leisten? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Bürgerforum für die Stadtteile Eversburg und Hafen.

Mietpreise im künftigen Landwehrviertel: Ulla Groskurt, Vorsitzende des Bürgervereins Eversburg, war zwar bekannt, dass in dem neuen Quartier auch Wohnungen mit sozial verträglichen Mieten angeboten werden sollen. Gleichwohl wollte sie es im Bürgerforum für die Stadtteile Eversburg und Hafen genauer wissen, zumal die Flächen „ausnahmslos an Investoren veräußert“ worden seien, „die natürlich Gewinne machen wollen“.

Ulla Groskurt fragte: „Wie wird gewährleistet, dass auch Wohungen mit Mieten angeboten werden, die sich auch ein nicht so begüterter Mieter leisten kann? Wie viele Wohnungen sollen in diesen Sektor fallen? Wer finanziert diese Wohnungen?“

Die Stadtwerketochter Esos antwortete, dass die Investoren „bei ihrer Bewerbung für den Erwerb einer Fläche diverse Zusicherungen an die spätere Entwicklung“ hätten machen müssen. Dazu gehöre speziell im künftigen Landwehrviertel die Verpflichtung, mindestens zehn Prozent der Wohnfläche als bezahlbaren Wohnraum anzubieten. Im Ergebnis bedeute dies, dass von den bis zu 1000 Wohneinheiten in dem Quartier voraussichtlich 120 bis 150 „preisgedämpft“ angeboten werden könnten. Die Finanzierung sei Sache der jeweiligen Investoren, hieß es weiter. Alexander Bardenberg vom Fachbereich Städtebau hält dies für möglich, wenn die Investoren geringere Mieteinnahmen für einen Teil der Wohnungen mit höheren Mieten für andere Wohnungen ausgleichen.

Ratsherr Frank Henning (SPD, MdL) erläuterte, dass die Stadt den Investoren je nach Baugebiet Quoten zwischen 10 und 30 Prozent Anteil an bezahlbarem Wohnraum vorgibt. Ziel sei es, den Anteil an sozial gebundenem Wohnraum zu erhöhen. Mit den verschiedenen Quoten könne die Stadt gleichzeitig die Ballung von sozialem Wohnraum vermeiden. 


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