Partnerin für die Römerbrücke Getrennte Wege für Autos und Radfahrer in Pye

Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger teilen sich die enge Römerbrücke. Oft kommt es zu Konflikten. Ende des Jahres beginnt der Bau einer weiteren Brücke gleich nebenan speziell für Radfahrer und Fußgänger. Foto: Archiv/David EbenerAutofahrer, Radfahrer und Fußgänger teilen sich die enge Römerbrücke. Oft kommt es zu Konflikten. Ende des Jahres beginnt der Bau einer weiteren Brücke gleich nebenan speziell für Radfahrer und Fußgänger. Foto: Archiv/David Ebener

Osnabrück. Getrennte Wege für Autofahrer und Radfahrer: Eine zweite Brücke neben der Römerbrücke zwischen Eversburg und Pye soll Konflikte vermeiden. Darüber diskutierte das Bürgerforum für die Stadtteile Eversburg und Hafen.

Sie ist 301 Jahre alt, besteht aus Bruchstein, umfasst drei Bögen und steht unter Denkmalschutz: Die Römerbrücke führt über den Altarm der Hase und verbindet die Stadtteile Eversburg und Pye. Bis zum Frühjahr 2020 soll neben ihr eine weitere Brücke gebaut werden – für Radfahrer und Fußgänger.

Seit Jahren hatten sich Anwohner im Bürgerforum Pye für die Lösung eines Problems engagiert. Auf der schmalen Brücke fahren täglich 4500 Autos und teilen sich die Überfahrt mit Fußgängern und Radfahrern. Immer wieder kommt es zu Konflikten. Für eine Lösung kamen verschiedene Varianten ins Spiel. Die Stadt entschied sich dafür, den Autoverkehr weiterhin über die Römerbrücke zu führen und in unmittelbarer Nähe östlich von ihr eine etwa 25 Meter lange Partnerbrücke zu bauen, auf der Radfahrer und Fußgänger den Hase-Altarm überqueren können. Im Februar teilte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert den Pyern im Bürgerforum mit, dass in diesem Jahr 330000 Euro für den Bau bereitstehen. Ende des Jahres soll der Bau beginnen.

Jetzt beschäftigte sich auch das Bürgerforum für die Stadtteile Eversburg und Hafen mit der Römerbrücke. John Komlosy aus Lotte fragte, warum die neue Brücke für Fahrräder und Fußgänger nicht außerhalb des Altarms gebaut werde. Die Verwaltung hatte diese Möglichkeit vor zwei Jahren geprüft und nicht weiterverfolgt. Alexander Bardenberg vom Fachbereich Städtebau antwortete dem Anwohner aus Lotte, dass diese Variante mit einem Umweg für Radfahrer und Fußgänger verbunden gewesen wäre – und die erforderliche Fläche außerdem nicht der Stadt gehöre.

Heiko Panzer von der Eversburger SPD befürchtet, dass Autos künftig schneller über die Römerbrücke fahren werden als bisher – ohne Fußgänger und Radfahrer werde sich dort die „Gesamtsituation“ ändern. Die Verwaltung hatte gemessen, dass 85 Prozent der Autos dort nicht schneller als 38 Stundenkilometer fahren. Da sich das ändern könnte, wünscht sich Panzer Möglichkeiten zur Entschleunigung. Die Verwaltung berichtete, dass bereits Aufpflasterungen und Einengungen „angeordnet worden“ seien. Mehr sei nicht vorgesehen.


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